Profiboxen

Wladimir Klitschko gibt seine Zusage für Revanche gegen Fury

Jetzt steht für Wladimir Klitschko fest: Mit einer so schwachen Leistung wie gegen Fury will er nicht von der Boxbühne abtreten.

Sieger und Besiegter: Während Tyson Fury seine Freude über den Triumph im WM-Kampf herausschreit, zieht Wladimir Klitschko deprimiert von dannen

Sieger und Besiegter: Während Tyson Fury seine Freude über den Triumph im WM-Kampf herausschreit, zieht Wladimir Klitschko deprimiert von dannen

Foto: Lars Baron / Bongarts/Getty Images

Hamburg – Wladimir Klitschko hat seinen Kampfgeist zurückgewonnen und eine Revanche gegen seinen Bezwinger Tyson Fury angekündigt. „Direkt nach dem Kampf war ich echt frustriert, aber nach ein paar kürzeren Nächten weiß ich nun, dass ich zeigen will, dass mehr in mir steckt als das, was ich am Samstag gezeigt habe“, sagte der 39 Jahre alte Boxer am Mittwoch.

Rückkampf-Klausel war schon vorher vereinbart

Am vergangenen Sonnabend hatte der Ukrainer in Düsseldorf gegen Fury einstimmig nach Punkten verloren. Durch die erste Niederlage nach elf Jahren büßte er die WM-Titel der Verbände WBA, IBF und WBO ein. „Ich konnte zu keiner Phase mein Potenzial abrufen, und das will und werde ich im Rückkampf ändern!“, kommentierte er jetzt.

Die Rückkampf-Klausel war vor dem Kampf in Düsseldorf vereinbart worden. Das Klitschko-Lager will jetzt Zeit und Ort mit dem Management des neuen Champions aushandeln. Fury hatte bereits das 90.000 Zuschauer fassende Wembley-Stadion in London als Austragungsstätte für Mai 2016 ins Gespräch gebracht. Klitschko bevorzugt einen Kampf in Deutschland.

Es wird der Kampf des Jahres 2016

„Dieser Rückkampf wird weltweit für riesiges Interesse sorgen. Das ist ein Duell, das alles für den Kampf des Jahres 2016 mitbringt“, sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte und ergänzte: „Alle Antworten wird es jetzt vom neuen Weltmeister und seinem Herausforderer im Ring geben.“ In Deutschland überträgt RTL, in Großbritannien wird das Duell als Pay-per-View-Angebot im Bezahlsender Sky ausgestrahlt.

Wenige Stunden zuvor hatte Klitschko seinen Anhängern für die Unterstützung nach der Niederlage gedankt. „Ich muss meinen Fans, meinem Team und all meinen Partnern danken. Sie waren schon immer eine große Unterstützung. Nach einer elfjährigen Siegesserie habe ich erkannt, dass sie noch zahlreicher sind in der Niederlage“, kommentierte Klitschko. Er habe viele positiven Nachrichten in den vergangenen Tagen erhalten. „Eure freundlichen Worte und euer Segen helfen mir, durch diese schwere Zeit zu kommen.“

Heftige Kritik von Boxtrainer Ulli Wegner

Unterdessen musste sich Klitschko Kritik von Trainer Ulli Wegner gefallen lassen. „Der Kampf war für mich eine riesige Enttäuschung. Fury hat Klitschko mit seinem Zirkus komplett durcheinandergebracht. Er hatte ja zwischenzeitlich beide Hände hinter dem Rücken, hat Klitschko veräppelt, und trotzdem geht dieser da nicht rein und schlägt ein paar Hände. Absolut unverständlich“, wetterte Wegner, der für den Berliner Boxstall Sauerland arbeitet.