Tennis

Andy Murray holt nach 79 Jahren den Davis Cup auf die Insel

Der Schotte überragte beim Davis-Cup-Finale in Gent. Er gewann alle drei Spiele ohne Satzverlust. Das schafften vor ihm nur zwei.

Andy Murray brüllt seine Freude nach dem Sieg in Gent heraus

Andy Murray brüllt seine Freude nach dem Sieg in Gent heraus

Foto: Laurent Dubrule / dpa

Gent.  Im Hexenkessel von Gent hat Andy Murray Geschichte geschrieben und Großbritannien den Traum vom ersten Davis-Cup-Sieg seit 79 Jahren erfüllt. Vor 13.000 Zuschauern und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen sorgte der Olympiasieger mit einem 6:3, 7:5, 6:3 über David Goffin für das entscheidende 3:1 gegen Gastgeber Belgien. Für die Briten war es der zehnte Titel, die Belgier verpassten ihren ersten.

Der 28 Jahre alte Murray war im Sandplatz-Duell an allen drei Punkten der Gäste beteiligt und damit der alles überragende Mann in einem am Ende einer langen Saison zwar selten hochklassigen, aber denkwürdigen 104. Finale.

Belgier Vorbild für die Deutschen

Auf dem Weg zum Gewinn der „großen Salatschüssel“ verlor Murray kein einziges Match – eine 8:0-Einzelbilanz in einer Davis-Cup-Saison hatten seit der Einführung der Weltgruppe 1981 lediglich John McEnroe (1982) und Mats Wilander (1983) erreicht.

Bemerkenswert: Neben Murray und Goffin war im Finale kein anderer Spieler aus den Top 80 im Einsatz. Die Belgier überzeugten vielmehr mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit und Taktik. Sie könnten ein Vorbild für das deutsche Team sein – das hatte sich in der Relegation in der Dominikanischen Republik zum Klassenerhalt gemüht.