Leichtathletik

„Wir wussten von nichts“: Russen starten trotz Sperre

Weil drei Läufer nach der Suspendierung Russland international starteten, drohen ihnen jetzt Wettkampfsperren.

Das Headquarter des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in Monaco. Dieser hat Russlands Leichtathleten ausgeschlossen. Damit dürfen russische Leichtathleten bei keinem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Das Headquarter des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in Monaco. Dieser hat Russlands Leichtathleten ausgeschlossen. Damit dürfen russische Leichtathleten bei keinem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Foto: Sebastien Nogier / dpa

Trotz der Suspendierung des russischen Leichtathletikverbandes (WFLA) sind drei russische Sportler bei internationalen Wettbewerben gestartet. „Sie sagen, dass sie von dem Verbot nichts wussten“, sagte WFLA-Generalsekretär Michail Butow. Er hoffe, dass die Sportler nicht hart bestraft würden.

Sportminister Mutko sieht Positives im Startverbot

Sein Verbandskollege Wladimir Selitschjonok sagte, der Läufer Viktor Ugarow sei zwei Tage nach Inkrafttreten der Suspendierung in Japan gestartet und nun von einer zweijährigen Wettkampfsperre bedroht. Russland war am 13. November wegen des Dopingskandals vom Weltverband IAAF vorläufig gesperrt worden.

Nach Meinung von Sportminister Witali Mutko habe das Startverbot auch einen positiven Effekt. So könnten sich die Leichtathleten – statt bei der Hallen-WM Ende März in den USA zu starten – besser auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vorbereiten. „Ja, wir werden in Portland wohl nicht dabei sein. Aber das muss keine Tragödie sein. Umso besser trainiert werden wir vor Olympia sein“, betonte Mutko der Agentur Tass zufolge.