Clásico

Mit Sicherheit das wichtigste Fußballspiel des Jahres

Noch nie war ein „Clasico“ so bedeutend wie dieses Jahr. Denn neben den Superstars geht es bei Barcelona gegen Real um Terrorabwehr.

Lionel Messi (l.) und Cristiano Ronaldo stehen dieses Jahr besonders im Fokus

Lionel Messi (l.) und Cristiano Ronaldo stehen dieses Jahr besonders im Fokus

Foto: Joan Valls / picture alliance / NurPhoto

Madrid.  Fußballfest in einer Festung: Beim „Clásico“ zwischen Real Madrid und FC Barcelona soll ein Rekordaufgebot an Polizisten die Sicherheit im Bernabéu-Stadion gewährleisten. „Es wird die größte Zahl an Sicherheitskräften im Einsatz sein, die es je bei einer Sportveranstaltung in Spanien gegeben hat“, so Staatssekretär Francisco Martínez.

Aber nicht allein die Angst vor möglichen Terroranschlägen macht das Schlagerspiel am Sonnabend (18.15 Uhr, www.laola1.tv) zum besonderen Event. Anders als bei den vorigen Aufeinandertreffen von Real und Barça konnten die Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi im Vorfeld weder mit Torrekorden noch sonstigen Glanzleistungen aufwarten. Im Gegenteil: Die Schlüsselspieler geben ihren Fans Rätsel auf.

Messi hatte wegen einer Bänderverletzung im linken Knie knapp zwei Monate pausieren müssen. Seither arbeitete der Argentinier eisern daran, zum „Clásico“ wieder fit zu sein. Er trainierte heimlich und abgeschirmt von der Öffentlichkeit – auch an freien Tagen. Vor einer Woche kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Er wirkte völlig wiederhergestellt, ging in den Zweikämpfen aber noch keine Risiken ein.

Messis Einsatz noch unsicher

Bei den Katalanen ging man davon aus, dass Messi am Sonnabend sein Comeback feiern würde. Offen schien allerdings zu sein, ob er in der Startelf stehen oder in der Schlussphase eingewechselt wird. „Je länger Messi auf dem Platz steht, desto besser wird es für uns sein“, meinte Kapitän Andrés Iniesta.

„La Pulga“ (der Floh) kann in Madrid ein Jubiläum feiern: Vor fast genau zehn Jahren bestritt er als 18-Jähriger im Bernabéu-Stadion seinen ersten „Clásico“. Seither erzielte er in 30 Spielen gegen Real die Rekordzahl von 21 Treffern. Reals Fußball-Legende Alfredo di Stéfano brachte es in den „Clásicos“ auf 18 Tore, Raúl und Ronaldo kamen auf je 15.

Eine Art Comeback bei Ronaldo

Eine Art von Comeback wird auch vom Portugiesen erwartet – als Superstar. Er war in den vergangenen Wochen nur ein Schatten seiner selbst. Auf dem Platz wirkte der Weltfußballer enttäuscht und unzufrieden. Für ihn wird dieser „Clásico genauso zur Bewährungsprobe wie für Trainer Rafael Benítez. Eine Niederlage in dessen erstem „Clasico“ hätte fatale Folgen, denn die Madrilenen liegen drei Punkte hinter Tabellenführer Barça zurück.

Damit es ein friedliches Fußballfest wird, bilden mehr als 2500 Polizisten und Sicherheitsleute drei Ringe um das Stadiongelände. Die Fans wurden aufgefordert, keine Taschen und Rucksäcke mitzubringen. „Wir werden auch die Butterbrote genau kontrollieren“, sagte die Präfektin Concepción Dancausa.