Eishockey-Nationalteam

Knappe Niederlage bei Sturm-Debüt für DEB-Auswahl

Zum Auftakt des Deutschland Cups in Augsburg unterliegt das Team des ehemaligen NHL-Stars 2:3 gegen die Schweiz und trifft heute auf die Slowakei

Erster Einsatz an der Bande: Marco Sturm als Bundestrainer

Erster Einsatz an der Bande: Marco Sturm als Bundestrainer

Foto: Stefan Puchner / dpa

Augsburg.  Der Ort ist neu, das Trainerteam der Nationalmannschaft ebenso. Die Zeichen stehen auf Aufbruch beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB), das ist unverkennbar in diesen Tagen. Betont wird es auch allenthalben, dass nach sechs Jahren in München mit dem Umzug des Deutschland Cups nach Augsburg nun eine neue Phase beginnt. Hauptsächlich wegen den Bundestrainers, wegen Marco Sturm, der beim Heimturnier in der Fuggerstadt seine Premiere an der Bande erlebt. Es war ein hektisches Spiel mit vielen Strafzeiten, das er dabei sah zwischen seiner Mannschaft und der Schweiz, der das DEB-Team 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) unterlag. „Die Jungs haben alles versucht. Insgesamt bin ich aber mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, zufrieden. Die Schweiz war heute einen Tick cleverer“, sagte der Bundestrainer.

Neue Hoffnung nach schwerer Zeit

Mit ernster Miene und sehr konzentriertem Blick betrat Sturm, 37, die Trainerbank im mit 4258 Zuschauern gefüllten Curt-Frenzel-Stadion. Im Juli war der einstige NHL-Star überraschend zum Nachfolger von Pat Cortina erkoren worden. Mit dem Ziel, dem deutschen Eishockey nach schwachen Jahren mit dem Vorgänger wieder zu mehr Ansehen zu verhelfen. Und das gerade einmal zwei Jahre nach seinem Karriereende und ohne Erfahrung als Coach.

Mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Profis versucht es Sturm in Augsburg. Berliner sind nicht dabei, nachdem Frank Hördler und André Rankel sowie der nachnominierte Jonas Müller wegen Verletzungen hatten passen müssen. Gegen das junge Schweizer Team bewegte sich die Sturm-Truppe zunächst viel vor dem gegnerischen Tor. Seine Ursache hatte das überwiegend in den vielen Strafzeiten der Gäste. In doppelter Überzahl traf der Kölner Philip Gogulla zur Führung (18.).

Kampf wird mit Ausgleich belohnt

Mit der Zeit änderte sich die Strafenverteilung. Entsprechend verlagerte sich das Geschehen vor das deutsche Tor, wo Dennis Endras Treffer von Simon Moser (25.) und Gregory Hofmann (30.) nicht verhindern konnte. Sturm wippte an der Bande häufig hin und her, ohne große Mimik. Die erste Standortbestimmung machte ihm klar, dass seine Mannschaft mit dem schnellen Spiel, so seine Probleme hat. Doch sie zeigte auch, dass das Team kämpfen kann. Der Münchner Daryl Boyle erzielte den Ausgleich (49.). Doch erneut in Überzahl legten die Schweizer durch Lino Martschini wieder vor (52.).

„Es war eine enge Partie. Kleinigkeiten haben den Unterschied gemacht. Leider waren wir heute nicht die glücklichere Mannschaft. Trotzdem kann man auf diese Leistung aufbauen“, sagte der Mannheimer Sinan Akdag. Am Sonnabend trifft das Team von Sturm auf die Slowakei (17.30 Uhr), die den USA, Gegner der Deutschen am Sonntag (16.30 Uhr/jeweils Sport1), im ersten Turnierspiel mit 0:1 unterlag.