Frankfurt/Main

Frankfurt beendet die Rekordserie der Bayern

Frankfurt/Main.  Die Rekordjagd der Unersättlichen ist beendet: Nach zehn Siegen in Serie hat Bundesliga-Dominator Bayern München erstmals im Liga-Alltag geschwächelt. Zum Auftakt des 11. Spieltags kam der Rekordmeister bei Eintracht Frankfurt trotz drückender Überlegenheit nur zu einem 0:0 – der zweimalige englische Titelträger Tottenham Hotspur (1960/61) bleibt in den fünf europäischen Top-Ligen der einzige Verein mit elf Siegen zum Saisonstart.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena war der souveräne Tabellenführer zwar wie erwartet drückend überlegen, konnte sich gegen die tapfer verteidigenden Hessen aber nicht wie gewohnt in Szene setzen. „Es war heute sehr schwer. Wir haben nicht viele Torchancen herausgespielt. Frankfurt hat es clever gemacht. Es ist frustrierend, wenn man immer wieder anläuft und sich keine großen Chancen erarbeitet“, sagte Torhüter Manuel Neuer.

Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola nahm die Angelegenheit mit der nötigen Seriosität in Angriff. Im Frankfurter Bollwerk – die Gastgeber versammelten sich wie eine Handballmannschaft vor dem eigenen Strafraum – fanden die Bayern aber kaum Lücken. „So spielt man eigentlich nicht Fußball“, sagte Mittelfeldspieler Arturo Vidal zur Frankfurter Taktik. Natürlich setzte sich das Spiel auf ein Tor auch in der Folge fort. Torgefahr strahlten die Bayern aber selten aus. Die Münchner wurden später etwas hektisch. Und das führte dazu, dass die Hausherren nun mutiger agierten und die Zweikämpfe entschlossener führten. Robert Lewandowski bot sich dennoch die Chance zum Sieg (80.). Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner war sehr zufrieden: „Das war eine Riesenleistung unserer Mannschaft.“