Dallas/Köln

Flug unterm Radar: Perfekter Start für Dallas und Nowitzki

Dallas/Köln.  Mit den Zweiflern kann Dirk Nowitzki gut leben. „Es ist nicht schlecht, dass wir unter dem Radar fliegen“, sagte der Superstar der Dallas Mavericks nach dem für viele Experten unerwarteten Auftaktsieg in der Basketball-Profiliga NBA. Dank einer starken Mannschaftsleistung gewannen die Texaner 111:95 bei den Phoenix Suns und trotzten ihren Kritikern. Derweil musste Neuling Tibor Pleiß noch auf sein Debüt warten. Er wurde beim 87:92 seines Klubs Utah Jazz in Detroit nicht eingewechselt.

Mal wieder traut Dallas kaum jemand etwas zu. Bei der Fachpresse ist der Meister von 2011 wegen der missglückten Personalpolitik als Außenseiter abgestempelt, ein Einzug ins Play-off gilt als das maximal Erreichbare. Nowitzki will Energie aus den schlechten Prognosen ziehen. „Eine Website hat vorausgesagt, wir würden im Westen Letzter. Das sollte Motivation für uns sein“, sagte der Würzburger.

Die Mavericks funktionierten in Phoenix/Arizona als Kollektiv – das ist die beste Nachricht. Gleich acht Spieler trafen zweistellig, der solide Nowitzki, 37, steuerte elf Punkte sowie neun Rebounds bei und blieb mit 20:43 Minuten Einsatzzeit klar unter dem Limit. Trainer Rick Carlisle will den 13-maligen Allstar pro Partie maximal 26 Minuten bringen.

Der Headcoach war mit Nowitzki zufrieden, hob aber keinen Spieler besonders heraus. „Es war eine unglaubliche Teamleistung, wir waren die ganze Zeit im Angriffsmodus und haben nicht nachgelassen“, sagte der 56-Jährige. Dies sei der Weg, den die Mavericks in dieser Saison zu gehen hätten.

In Chandler Parsons fehlte nach einer Knie-OP sogar einer der Schlüsselspieler, neben Nowitzki standen Raymond Felton sowie die drei Zugänge Wesley Matthews, Sasa Patschulia und Deron Williams in der Startformation. Williams, einst einer der besten Point Guards in der NBA, musste nach einem Zusammenprall in der Kabine behandelt werden. Der 31-Jährige kehrte aber aufs Spielfeld zurück.

„Wir hatten Ende des ersten Viertels das Momentum und sind mit einer netten kleinen Führung in die Pause gegangen. Wir haben erwartet, dass sie im dritten Viertel den Druck auf uns erhöhen, aber wir haben uns schlau angestellt“, sagte Nowitzki. In der Vorbereitung hatte das meist anders ausgesehen, als einziges Team blieb Dallas in der Preseason ohne Sieg. Sieben Niederlagen setzte es für die verletzungsgeplagten Mavs.