Rebensburgs Bestzeit reicht nur zu Platz sechs

Am frühen Nachmittag schaute Viktoria Rebensburg schon wieder ein bisschen vergnügter drein. „Das war eine gute Steigerung zum ersten Lauf, im zweiten habe ich das um einiges besser gemacht“, sagte sie nach dem nicht ganz zufrieden stellenden Riesenslalom beim Weltcup-Auftakt in Sölden/Österreich. Nach Rang zwölf im missratenen ersten Lauf raste Rebensburg mit klarer Bestzeit über den Rettenbachgletscher und kam, wie Cheftrainer Markus Anwander erleichtert feststellte, noch mit „einem blauen Auge“ davon: Platz sechs. Wie im Vorjahr.

„Das war nicht der Plan", versicherte Rebensburg mit einem Lächeln. Am Morgen, vor dem Start in die neue Saison, „habe ich mich gut gefühlt“, betonte sie, „aber dann habe ich nicht die große Intensität reingebracht.“ Die Folge: Auf dem sehr anspruchsvollen Hang misslang ihr der äußerst wichtige Übergang vom Steilen ins Flache vor dem Ziel. „Ich habe den Schwung nicht so mitgenommen, das war ein bisschen mit der Handbremse.“ Die Folge: 2,95 Sekunden Rückstand auf Federica Brignone aus Italien, die spätere Siegerin. Den zweiten Rang belegte die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (0,85 Sekunden zurück). Simona Hösl (Berchtesgaden/36.), Lena Dürr (Germering/41.) und Susanne Weinbuchner (Lenggries/44.) qualifizierten sich nicht für das Finale. „Das ist schon enttäuschend“, sagte Maier.