Cardiff

Ganz schön kopflos

Cardiff. Der Neuseeländer Tawera Kerr-Barlow ist mal wieder nicht zu stoppen und so wurden aus Les Bleus, den Blauen, erneut Les Misérables, die Elenden: Mit hängenden Köpfen trotteten Frankreichs Rugby-Spieler vom Platz des Millennium-Stadions. In einem Jahrhundertmatch hatten sie, einige in ihrem letzten Länderspiel, die wohl größte Schmach ihrer Karriere erlitten. Die 13:62-Pleite gegen Titelverteidiger Neuseeland im WM-Viertelfinale am Samstagabend ist im Fußball etwa mit dem 1:7 von Gastgeber Brasilien gegen Deutschland im WM-Halbfinale 2014 zu vergleichen. „Das war ein Unterschied von zwei oder drei Klassen. Wir haben uns fast die ganze Zeit hilflos gefühlt“, kommentierte Frankreichs Kapitän Thierry Dusautoir die Demütigung.