Berlin

Eine Million auf der Bank: Hertha wird Ronny nicht los

Berlin.  An diesem Mittwoch schließt das letzte Transferfenster, durch das Ronny noch hätte davonschlüpfen können. Auch diese Möglichkeit, den Brasilianer wie gewünscht in diesem Jahr zu verkaufen, nach Katar, hat sich für Hertha BSC zerschlagen. Aber davon gehen sie bei den Berlinern nicht mehr aus.

„Ronny bleibt uns erhalten“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz der Berliner Morgenpost am Dienstagabend. Es ließ sich kein Abnehmer finden. Deshalb bemüht sich Herthas Trainer Pal Dardai um Wiedereingliederungsmaßnahmen: „Ronny hat auch seine Qualitäten“, sagte der Ungar. „Er kann auch ein wichtiger Spieler sein, wenn er richtig mitmacht, und unsere Philosophie annimmt. Mit seinen Standards zum Beispiel kann man etwas anfangen.“ In dieser Saison aber stand der Mittelfeldspieler noch keine Sekunde auf dem Platz und nur einmal im Kader.

Seit Ende Mai hatte Ronnys Berater Dino Lamberti nach einem neuen Arbeitgeber gesucht, nachdem Dardai und Preetz Ronny erklärt hatten, dass nicht mehr mit ihm geplant werde. Das Interesse von Lokomotive Moskau erlosch, nachdem es publik geworden war. Auch die Hoffnung, in die Türkei zu wechseln, Ronnys Wunschziel, zerschlug sich. Ronny, der in Berlin einen Vertrag bis 2017 besitzt, muss mindestens bis zur nächsten Transferperiode im Januar bleiben. Finanziell ist das Verweilen des Brasilianers vorerst kein Beinbruch: Ronny ist nicht der Großverdiener in Berlin, für den er immer gehalten wurde. Spielt er nicht kostet er Hertha rund eine Million Euro im Jahr.