Dortmund

Europa League: BVB jagt letzten fehlenden Titel

Sogar Bayernchef Rummenigge hofft auf viele Siege Tuchels

Dortmund.  Alles hat Borussia Dortmund bisher gewonnen, nur die Europa League noch nicht. Die 65 Zentimeter hohe Silber-Trophäe soll im nächsten Jahr die Sammlung des aktuellen Bundesliga-Tabellenführers komplettieren – so zumindest das durchaus realistische Ziel der Westfalen. An Selbstbewusstsein fehlt es zum Start der Gruppenphase am Donnerstag (19 Uhr, Sky) gegen FK Krasnodar aus Russland nicht. „Das Finale muss unser Ziel sein“, sagt Marco Reus, der wegen seines Zehenbruchs aber noch fehlen wird. „Wenn wir unser Spiel durchdrücken, haben wir gute Chancen, weit zu kommen.“ Auf die leichte Schulter nehmen die Borussen ihren Gegner freilich nicht. Trainer Thomas Tuchel kündigte eine gewissenhafte Vorbereitung an.

Karl-Heinz Rummenigge traut dem BVB, bei dem die genesenen Ex-Herthaner Adrian Ramos und Lukasz Piszczek wieder im Kader stehen dürften, den Titel zu. „Dortmund war immer ein Garant für den deutschen Fußball. Sie haben wichtige Punkte gesammelt“, meinte Rummenigge mit Blick auf die Fünf-Jahres-Wertung der Uefa.

Lösbare Aufgabe für Schalke – Augsburg vor Europapremiere

Als völlig unbeschriebenes Blatt startet indes der FC Augsburg in die Europa League. „Das sind Festtage, die wir genießen wollen“, sagt Trainer Markus Weinzierl vor dem ersten Auftritt auf der europäischen Bühne in 108 Jahren Klubgeschichte. Zum spanischen Supercup-Gewinner Athletic Bilbao begleiten den FCA am Donnerstag (21.05 Uhr, Sky) immerhin 1200 Fans. Noch kokettieren die Fuggerstädter mit dem Slogan „In Europa kennt uns keine Sau“, an Ambitionen mangelt es deshalb aber nicht. „Wir können gegen jeden gewinnen“, sagte Stürmer Alexander Esswein. Mit Jeong-Ho Hong (Muskelprobleme) und Raul Bobadilla (Knieverletzung) fehlen allerdings zwei Leistungsträger.

Dritter deutscher Vertreter ist der FC Schalke, der sich – ähnlich wie der Erzrivale aus Dortmund – nach drei Jahren von der Champions League verabschieden musste. Statt London, Lissabon oder Madrid heißt das erste Ziel nun Nikosia auf Zypern. Alles andere als ein Sieg wäre am Donnerstagabend (21.05, Sky und Sport1) eine Enttäuschung.