Hamburg

Olympia: Toronto ist für Hamburg kein Gegner mehr

Hamburg.  Toronto ließ es dann doch lieber bleiben. Nicht zuletzt wegen des vernichtenden Urteils des einflussreichen Alt-Bürgermeisters Rob Ford, die Olympischen Spiele seien ein "schwarzes Loch ohne Boden", verzichtet die kanadische Metropole nach monatelangen Diskussionen auf eine Bewerbung um das Mega-Event im Jahr 2024.

Baku galt am Dienstag – um Mitternacht endet die Bewerbungsfrist des Internationalen Olympischen Komitees – noch als Favorit auf eine Last-Minute-Kandidatur. Doch das war den Hamburgern mehr oder weniger egal. Budapest, Rom und vor allem Los Angeles und Paris – die Konkurrenz, die den Hut in den Ring geworfen hat, ist auch so schon stark genug.

Alles ist in Hamburg zunächst auf den 29. November fokussiert, wenn in der Hansestadt und im Segelrevier Kiel die Bürgerbefragungen entscheiden werden, ob die deutsche Bewerbung aufrechterhalten wird oder nicht. Kassieren die Bürger das Projekt ein, wie sie es schon Ende 2013 mit der Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2022 getan haben, stünde der deutsche olympische Sport vor einem Scherbenhaufen.

Die Zustimmungsrate an der Elbe liegt derzeit in den meisten Umfragen stabil in den hohen Fünfzigern. Sollte das Referendum positiv ausfallen, wird sich der DOSB ab November intensiver mit seinen Gegnern befassen.

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