Sport

Sportgymnastik bleibt Frauen vorbehalten

Die letzte Frauen-Domäne im Sport scheint noch nicht zu wanken. Der russische Vorstoß, künftig auch die Rhythmische Sportgymnastik für Männer ins olympische Programm aufzunehmen, ging vorerst ins Leere. „Das IOC fordert von uns für die Einführung einer neuen Olympia-Disziplin, dass sie in mindestens einem Drittel aller Mitgliedsländer ausgeführt wird. Dem IOC gehören 206 Länder an. Das bedeutet, wir bräuchten 86 Verbände, im Moment haben wir drei oder vier“, erklärte der Italiener Bruno Grandi, 81, als Präsident des Turn-Weltverbandes FIG am Rande der WM in Stuttgart. Die Rhythmische Sportgymnastik leide ohnehin schon darunter, dass viele Gymnastinnen der Musik gar nicht mehr folgen, sondern nur noch Übungen mit Musik machen“, kritisierte Grandi. Mit Männern ließe sich die Entwicklung kaum stoppen. Selbst WM-Botschafterin Magdalena Brzeska sagte: „Ich finde, es sollte bleiben, wie es ist. Ich möchte keine Männer sehen, die mit bunten Keulen durch die Gegend springen“, sagte sie.

Erst vor wenigen Wochen hatte es bei der Schwimm-WM in Kasan erstmals zwei Mixed-Wettbewerbe im Synchronschwimmen gegeben.