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Österreich für die EM in Frankreich qualifiziert

Martin Harnik (Mitte) und David Alaba (l.) feiern mit den österreichischen Fans

Martin Harnik (Mitte) und David Alaba (l.) feiern mit den österreichischen Fans

Foto: Robert Jaeger / dpa

Österreich steht als fünfter Teilnehmer der EM in Frankreich fest, auch Titelverteidiger Spanien beseitigt letzte Zweifel am Weiterkommen, und das Fußball-Mutterland England feiert seinen Rekordschützen Wayne Rooney. Österreich siegte am Dienstag mit kräftiger Unterstützung aus der Fußball-Bundesliga gegen Schweden in Stockholm mit 4:1 (2:0) und ist damit nach Gastgeber Frankreich, England, Tschechien und Island für die Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli qualifiziert.

Auch Spanien kann seine Planungen für die EURO konkretisieren, nach dem 1:0 (1:0) in Mazedonien ist das Ticket bei fünf Punkten Vorsprung und einem noch anstehenden Heimspiel gegen Luxemburg quasi gelöst. Einen Schritt weiter ist schon England. Die Mannschaft Roy Hodgson war schon vor dem 2:0 (0:0) gegen die Schweiz qualifiziert. Gefeiert wurde trotzdem, zumal Wayne Rooney sein 50. Länderspiel-Tor erzielte und damit den bisherigen Rekordtorjäger Sir Bobby Charlton (49 Treffer) hinter sich ließ.

Durch Tore von Bayern-Star David Alaba per Foulelfmeter (9. Minute), zweimal Stuttgarts Stürmer Martin Harnik (38. und 88.) und Marc Janko (77.) erlebte Österreich einen denkwürdigen Fußball-Abend in Stockholm und sicherte sich sogar zwei Spieltage vor Schluss den Sieg in Gruppe G. Der Treffer von Superstar Zlatan Ibrahimovic war für Schweden zu wenig.

Für Österreich ist es die zweite erfolgreiche EM-Qualifikation der Verbandsgeschichte und gar die erste auf sportlichem Wege. 2008 musste die Alpenrepublik als Co-Ausrichter keine Ausscheidungsspiele bestreiten. Schweden, das erstmals seit Oktober 2003 wieder ein EM-Qualifikationsspiel daheim verlor, rutschte durch die Niederlage mit zwölf Punkten auf den dritten Platz hinter Russland (14) ab. Der Gastgeber der WM 2018 siegte in Liechtenstein 7:0 (3:0).

Spanien baute damit die Tabellenführung in Gruppe C aus. Mit 21 Zählern liegt die Mannschaft von Vicente Del Bosque nun zwei Zähler vor der Slowakei und fünf Punkte vor der Ukraine. Die beiden Verfolger trennten sich am achten Spieltag in Zilina torlos.

Spanien ging bereits nach acht Minuten durch ein Eigentor des mazedonischen Keepers Tome Pacovski in Führung. Vorausgegangen war eine Flanke von Juan Mata, die vom Pfosten ins Gesicht von Pacovski und von dort ins Tor prallte. Auf der Gegenseite stand bei den Spaniern David de Gea anstelle von Iker Casillas zwischen den Pfosten. De Gea hatte in der vergangenen Woche ungewollt für Schlagzeilen gesorgt, als sein fest vereinbarter Transfer von Manchester United zu Real Madrid aufgrund einer Panne scheiterte.

Vor Rooneys Jubiläumstor hatte Joker Harry Kane zehn Minuten nach seiner Einwechslung vor 75 751 Zuschauern im Wembleystadion die englische Mannschaft in Führung gebracht. Mit 24 Punkten liegt England neun Zähler vor der Schweiz, die um die direkte Teilnahme noch zittern muss. Nur drei Punkte hinter den Eidgenossen folgt Slowenien, das gegen Estland 1:0 gewann.