Auslosung

Champions League - Diese Teams spielen gegeneinander

Debütant Gladbach hat die schwerste Gruppe erwischt. Bayern München trifft auf den FC Arsenal. Das sind die Ergebnisse der Auslosung.

FC Barcelonas Kapitän Andres Iniesta vor der Auslosung mit der Champions League Trophäe

FC Barcelonas Kapitän Andres Iniesta vor der Auslosung mit der Champions League Trophäe

Foto: VALERY HACHE / AFP

Der FC Bayern muss beim Weltmeister-Wiedersehen keinen fürchten, der VfL Wolfsburg steht vor machbaren Aufgaben, aber Bayer 04 Leverkusen und Debütant Borussia Mönchengladbach erwarten schwere Prüfungen. Der deutsche Rekordmeister aus München trifft in der Gruppenphase der Champions League auf den FC Arsenal mit den beiden Fußball-Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker. Die weiteren Gegner in der Gruppe F sind Olympiakos Piräus und Dinamo Zagreb.

„Ich denke, wir können zufrieden sein. Unser Ziel muss ganz klar sein, da weiterzukommen“, sagte Jerome Boateng. „Wenn wir gut sind, gehen wir durch“, ergänzte Sportvorstand Matthias Sammer.

Bayer muss gegen Barca ran

Ein Wiedersehen mit Ikone Bastian Schweinsteiger gibt es für die Bayern noch nicht, auf eine Reise nach Deutschland muss der Nationalmannschaftskapitän aber nicht verzichten. Er trifft mit dem englischen Rekordmeister Manchester United in der Gruppe B unter anderem auf den deutschen Vizemeister VfL Wolfsburg, am 30. September in Manchester ist es erstmals soweit.

„Großartige Spiele stehen uns bevor“, twitterte Schweinsteiger. Neben Wolfsburg und Manchester United wurden zudem PSV Eindhoven und ZSKA Moskau in die Gruppe B gelost. Zum ersten Spiel der Gruppenphase erwarten die Wolfsburger am 15. September den russischen Hauptstadtklub. „Ich denke schon, dass es nicht unmöglich ist. Wir werden uns noch mal steigern müssen, aber die Gruppe ist durchaus machbar. Wir können mit Vorfreude den Spielen entgegenblicken“, sagte Manager Klaus Allofs.

Heftiger als die Bayern und Wolfsburg erwischte es Leverkusen, vor allem aber Mönchengladbach. Bayer muss sich mit Titelverteidiger FC Barcelona und Superstar Lionel Messi messen. Das 1:7 im Achtelfinal-Rückspiel der Leverkusener gegen Barca vor gut drei Jahren ist noch immer die höchste deutsche Niederlage in der europäischen Meisterklasse – Messi schoss damals allein fünf Tore. Zudem bekamen die Leverkusener den italienischen Traditionsclub AS Rom und BATE Borissow aus Weißrussland in Gruppe E zugelost. Von einer „extremen Herausforderung“ sprach Geschäftsführer Michael Schade und konstatierte: „Ein schwereres Los als Barcelona kann man nicht bekommen. Die Gruppe hat einen klaren Topfavoriten. Aber ich denke, dass wir eine 50:50-Chance auf den zweiten Platz haben.“ Gut für Bayer: Man startet zu Hause gegen Borissow am 16. September, ehe es am 29. September im Camp Nou gegen Barca geht.

Gladbach trifft bei seiner Premiere in der Champions League in der Gruppe D auf Juventus Turin mit Sami Khedira, Manchester City und den FC Sevilla. Die Spanier gewannen in der vergangenen Saison und 2014 jeweils die Europa League. Und gute Erinnerungen haben die Borussen auch nicht an Auftaktauswärtsgegner Sevilla (15. September): In der abgelaufenen Spielzeit schieden sie gegen Andalusier in der Zwischenrunde aus.

„Herzlich willkommen in der Champions League. Wir werden uns mit den besten Mannschaften der Welt messen“, kommentierte Sportdirektor Max Eberl. „In unserer Gruppe sind die vier Topligen Europas vertreten. Das sind sehr, sehr hoch qualifizierte Gegner.“

Die Bilanz der Bayern gegen den FC Arsenal sieht da besser aus. 2012/13 und 2013/14 setzten sich die Münchner im Achtelfinale gegen die Gunners durch. Zum nächsten Duell kommt es am dritten Spieltag in London. Zum Auftakt müssen die Bayern am 16. September in Griechenland antreten. „Die Fans in Piräus sind unglaublich, das ist ein Hexenkessel. In Zagreb auch“, meinte Boateng. Die Kroaten müssen am zweiten Spieltag aber erstmal in München ran.

Ein Treffen deutscher Legionäre gibt es in Gruppe A: Im Tor des französischen Meisters Paris St. Germain steht Kevin Trapp. Gegner ist unter anderem Real Madrid mit Weltmeister Toni Kroos. Die beiden Topteams dürften bei den weiteren Rivalen Schachtjor Donezk und Malmö FF die ersten beiden Plätze unter sich ausmachen.

Kein Alleingang dürfte es für Lukas Podolski in der Gruppe C mit Galatasaray Istanbul werden. Der türkische Rekordmeister bekam Benfica Lissabon und Atlético Madrid sowie den kasachischen Neuling FK Astana zugelost.

Messi und Sasic geehrt

Am Rande der Auslosung im Fürstentum wurden auch Europas Fußballer des Jahres gekürt. Die Wahl fiel wenig überraschend auf Lionel Messi. Der 28-jährige Argentinier vom FC Barcelona setzte sich bei der Wahl zum besten Spieler des Kontinents gegen seinen Dauerrivalen und Vorjahressieger Cristiano Ronaldo (Real Madrid) sowie gegen Teamkollege Luis Suarez durch.

Während die Weltmeister von Bundestrainer Joachim Löw bei der Journalisten-Wahl im Grimaldi Forum keine Rolle spielten, räumte wieder eine deutsche Nationalspielerin ab: Die im Sommer nach der WM in Kanada zurückgetretene Celia Sasic wurde zu Europas Fußballerin des Jahres gekürt und tritt damit die Nachfolge von Nadine Angerer (2013) und Nadine Keßler (2014) an.

Gruppe A

Paris St. Germain

Real Madrid

Schachtjor Donezk

Malmö FF

Gruppe B

PSV Eindhoven

Manchester United

ZSKA Moskau

VfL Wolfsburg

Gruppe C

Benfica Lissabon

Atletico Madrid

Galatasaray Istanbul

FK Astana

Gruppe D

Juventus Turin

Manchester City

FC Sevilla

Borussia Mönchengladbach

Gruppe E

FC Barcelona

Bayer Leverkusen

AS Rom

BATE Borissow

Gruppe F

Bayern München

FC Arsenal

Olympiakos Piräus

Dinamo Zagreb

Gruppe G

FC Chelsea

FC Porto

Dynamo Kiew

Maccabi Tel Aviv

Gruppe H

Zenit St. Petersburg

FC Valencia

Olympique Lyon

KAA Gent