Peking

Zwei kenianische Läuferinnen beim Doping erwischt

Peking. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking haben ihre ersten beiden positiven Doping-Tests. Ausgerechnet während der Siegerehrung des kenianischen Siegers Nicholas Bett über 400 Meter Hürden bestätigte der Weltverband IAAF die positiven Tests seiner Teamkolleginnen Joyce Zakary und Koki Manunga. Beide wurden suspendiert. Kontrolleure des Weltverbandes hätten die Kenianerinnen am 20. und 21. August in ihrem Hotel aufgesucht und zur Doping-Probe gebeten, hieß es in einer IAAF-Mitteilung am Mittwoch. Zakary ist die kenianische Rekordhalterin über 400 Meter, zu ihrem Halbfinallauf bei dieser WM trat sie am Dienstag nicht mehr an. Manunga wurde über 400 Meter Hürden Zweite bei den afrikanischen Meisterschaften. In Peking schied sie aber schon in den Vorläufen aus.

Der Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Thomas Kur­schilgen, beklagte die Betrugsfälle mit deutlichen Worten. „Wir bewegen uns im Spitzensport auf einem Weg, wo Leistungen scheinbar immer weniger manipulationsfrei erbracht werden“, erklärte er in Peking. „Das hindert die fairen und sauberen Sportler daran, den verdienten Lohn ihrer Arbeit in Form von Finalplatzierungen und Medaillen entgegen zu nehmen.“