Leverkusen/Monte Carlo

Bayer löst gegen Lazio das Ticket für die Königsklasse

Bayer Leverkusen steht zum zehnten Mal in der Gruppenphase der Fußball-Champions-League. Dort droht den deutschen Klubs ein hartes Los.

Die Spieler von Bayer Leverkusen feiern den klaren Sieg und den Einzug in die Champions League

Die Spieler von Bayer Leverkusen feiern den klaren Sieg und den Einzug in die Champions League

Foto: Federico Gambarini

Leverkusen/Monte Carlo.  Angeführt von einem überragenden Hakan Calhanoglu hat Bayer Leverkusen zum zehnten Mal das Ticket für die Champions League gelöst. Die Werkself kam durch die Tore von Calhanoglu (40.), Admir Mehmedi (48.) und Karim Bellarabi (88.) im Playoff-Rückspiel am Mittwoch zu einem 3:0 (1:0) gegen Lazio Rom. Das Hinspiel hatte Leverkusen 0:1 verloren. Neben den Einnahmen aus der Königsklasse blühen Bayer zudem wohl weitere 30 Millionen Euro durch den Verkauf von Heung-Min Son an Tottenham Hotspur. Der Südkoreaner stand gegen Lazio nicht im Kader, er war zum Medizin-Check nach London gereist. Vorerst aber richten sich die Blicke der Bayer-Verantwortlichen auf Gruppenauslosung am Donnerstag (17.45 Uhr, Sky und Eurosport) in Monaco.

Diesmal drohen von Beginn an dicke Brocken – selbst dem großen FC Bayern. Nach der Reform der Setzlisten verspricht die Auslosung für das Milliardenspiel Champions League mehr Brisanz und Spannung als jemals zuvor. Pep Guardiola wird im weltberühmten Grimaldi-Forum wohl ebenso nervös sein wie die Vertreter aus Wolfsburg und Mönchengladbach. Während sich die Borussia und der VfL in Lostopf vier befinden, sind die Bayern als einer von acht nationalen Titelträgern in Topf eins gesetzt. Leverkusen reihte sich als Nachzügler in den prominent besetzten Topf zwei ein.

Bayern könnten auf Madrid treffen

Durch eine Regeländerung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und der damit verbundenen Aufwertung der nationalen Champions landeten dort mehrere Schwergewichte als mögliche Gegner für die deutschen Vereine. Läuft es schlecht für die Münchner, könnten die Vorrundengegner Real Madrid, FC Arsenal und AS Rom heißen.

Neben der gestiegenen sportlichen Spannung verspricht die anstehende Champions-League-Saison den Klubs auch deutlich mehr Geld. Die Uefa schüttet in den kommenden drei Spielzeiten Prämien von 1,257 Milliarden Euro aus. Alle 32 Starter können fest mit zwölf Millionen Euro Antrittsprämie kalkulieren – 3,4 Millionen mehr als in der Vorsaison. Allein der Finalsieg am 28. Mai im Mailänder San Siro wird mit der Rekordsumme von 15 Millionen Euro belohnt.

Ein attraktiver Anreiz, der für die finanziell weich gebetteten Bayern jedoch zweitrangig ist. „Wir streben immer das Allerhöchste an“, sagte Mannschaftskapitän Philipp Lahm. „Ich will in meiner Karriere noch einmal die Champions League gewinnen.“