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Fifa: Blatter orakelt über weitere Amtszeit

Joseph S. Blatter kann es nicht lassen: Erstmals seit der Terminierung der Wahl seines Nachfolgers als Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa hat der Schweizer wieder einmal öffentlich über eine durch den Fifa-Korruptionsskandal unmöglich erscheinende Fortsetzung seiner Amtszeit über den 26. Februar hinaus orakelt.

Für den kaum realistischen Fall einer leeren Kandidatenliste sieht sich der 79-Jährige einem Bericht der Schweizer Zeitung „Blick“ zufolge offenbar weiterhin an der Fifa-Spitze. „Ich bin der gewählte Präsident, demissioniert habe ich nie, ich habe mein Amt zur Verfügung gestellt. Gibt es keinen Nachfolger? Ich weiß es nicht, es gibt ja einen Präsidenten“, zitierte der „Blick“ am Montag sibyllinische Aussagen des Fifa-Bosses.

Blatters Koketterie hat einen Hintergrund. Gegen die beiden bislang bekannten Kandidaten Michel Platini (Frankreich) und Chung Mong-Joon (Südkorea) stehen Vorwürfe wegen unsauberen Verhaltens im Raum. Und Brasiliens Idol Zico könnte ebenso Probleme bei der Akquise der notwendigen Unterstützungsschreiben von fünf Nationalverbänden bekommen.