Fußball

Leverkusen droht das frühe Aus in der Champions League

Bayer verliert trotz vieler Chancen 0:1 bei Lazio Rom. Klose-Ersatz Diao Keita erzielte das Tor für die Römer.

Nach einem starken Auftritt der Leverkusener in Rom müssen Christoph Kramer (l.) und Co. dennoch um die Champions League bangen

Nach einem starken Auftritt der Leverkusener in Rom müssen Christoph Kramer (l.) und Co. dennoch um die Champions League bangen

Foto: Marius Becker

Berlin.  Bayer Leverkusen droht im Millionenspiel Champions League zu scheitern, bevor es richtig begonnen hat. Der Bundesligist verlor das Play-off-Hinspiel bei Lazio Rom 0:1 (0:0) und hat damit schlechte Karten für das Rückspiel gegen Weltmeister Miroslav Klose und Co. Dann geht es um den Einzug in die Gruppenphase, der rund 20 Millionen Euro Einnahmen garantiert. Der zur Pause für Klose eingewechselte Diao Keita erzielte in der 77. Minute den Siegtreffer der Italiener. Der Senegalese profitierte dabei von einem Fehler des Bayer-Verteidigers Kyriakos Papadopoulos.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, die Niederlage war wirklich unnötig“, ärgerte sich Torwart Bernd Leno. „Das Ergebnis passt nicht“, fand Stürmer Stefan Kießling, „wir glauben aber fest daran, dass wir es im Rückspiel noch schaffen.“ Nach Startschwierigkeiten vor 35.000 Zuschauern hatte Leverkusen in der 26. Minute seine erste gute Möglichkeit, als Kapitän Lars Bender mit einem Distanzschuss den Pfosten traf. Sekunden später scheiterte auf der Gegenseite Klose ebenfalls am Aluminium. In einer hart geführten Partie hatte Bayer in der Folgezeit mehr vom Spiel – und die besseren Torchancen. Freistoß-Spezialist Hakan Calhanoglu und Admir Mehmedi für Leverkusen ließen sie aber ungenutzt. Ein vermeintlicher Treffer von Calhanoglu wurde in der 70. Minute wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Schweinsteiger feiert 3:1-Sieg

Während beide Mannschaften ein gutes Spiel boten, zeigten sich einige Lazio-Anhänger von ihrer schlechten Seite. Schiedsrichter Jonas Eriksson drohte wegen rassistischer Äußerungen auf den Rängen sogar mit einem Spielabbruch. Zuvor waren im Lazio-Block Affenlaute zu hören gewesen, wenn die dunkelhäutigen Bellarabi, Wendell oder Tah am Ball waren. Das widerspricht dem Fairplay-Gedanken der Uefa, die sich gegen jegliche Form von Rassismus verwehrt.

Mit dem erneut eingewechselten Bastian Schweinsteiger steht Manchester United vor der Rückkehr in die Champions League. Beim 3:1 (2:1) gegen den FC Brügge brachte der überragende Memphis Depay den englischen Rekordmeister als Doppeltorschütze (13./43. Minute) auf Kurs in die Gruppenphase. Schweinsteiger kam nach der Pause für Michael Carrick aufs Feld. Der Engländer fälschte in der achten Minute einen Freistoß von Víctor Vázquez zum 0:1 ins eigene Netz ab. Doch zum Glück hatte ManU Depay, der nicht nur zwei Treffer erzielte, sondern auch das 3:1 von Marouane Fellaini (90.+4) vorbereitete.