Berlin –

Russland hält des Dopings verdächtigte Sportler zurück

Berlin. Der russische Leichtathletik-Verband schickt keine unter Doping-Verdacht stehenden Athleten zu den am Sonnabend beginnenden Weltmeisterschaften in Peking (22. bis 30. August). „Kein Athlet, der der Einnahme verbotener Substanzen beschuldigt wird, wird an der WM teilnehmen“, sagte Sergej Butow, Generalsekretär des russischen Verbandes, am Montag. Dies sei ausdrücklich keine Reaktion auf die jüngsten Doping-Enthüllungen in den Medien, sondern eine Konsequenz aus den Regeln des Weltverbandes IAAF.

Unter den beschuldigten Athleten ist auch Anastasia Basdirewa. Die 23-Jährige galt über 800 m als Medaillenkandidatin. Laut Verband wird auch Ex-Weltmeisterin Tatiana Tomaschowa (1500 m) nicht in Peking starten. Zudem hatte die ARD-Sportschau am Sonntag berichtet, dass der 800-m-Olympiasiegerin Maria Sawinowa wegen angeblichen Dopingmissbrauchs eine vierjährige Sperre drohe. Sawinowa stehe ebenso wie ihre Landsleute Jekaterina Poistogowa, Kristina Ugarowa und der von Basdirewa auf einer Liste, die dem russischen Verband mit der Aufforderung zur Aufklärung zugestellt worden sei.