Leichtathletik

IOC-Chef kündigt „Null-Toleranz-Politik“ gegen Doping an

Unter Dopingverdacht sollen auch 800 Olympia-Starter stehen. Das IOC wartet nun auf den Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur.

IOC-Präsident  Thomas Bach will handeln, wenn étwas an den Vorwürfen dran ist

IOC-Präsident Thomas Bach will handeln, wenn étwas an den Vorwürfen dran ist

Foto: MANAN VATSYAYANA / AFP

IOC-Präsident Thomas Bach hat im Zuge der neuen Doping-Anschuldigungen gegen die internationale Leichtathletik eine „Null-Toleranz-Politik“ angekündigt. „Sollten davon auch Fälle bei den Olympischen Spiele betroffen sein, wird das IOC mit null Toleranz reagieren“, sagte Bach zum Abschluss der IOC-Session in Kuala Lumpur.

Gleichzeitig betonte der 61-Jährige, dass bis zum Beweis der Vorwürfe die Unschuldsvermutung für die Sportler gelte. „Ich kenne keine Details oder weiß, welche Sportler betroffen sind. Ich habe volles Vertrauen in die Untersuchungen der Welt-Anti-Doping-Agentur“, sagte Bach: „Es ist eine laufende Untersuchung, wir müssen warten, was dabei herauskommt.“

Auf die Frage, ob er sich angesichts der Vorwürfe gegen eine der wichtigsten Sportarten bei Sommerspielen Sorgen um die Integrität und das Image der olympischen Philosophie mache, antwortete Bach ausweichend und verwies erneut auf das Vertrauen in die WADA-Untersuchung.

800 Olympia-Starter mit dopingverdächtigen Blutwerten

Die ARD und die „Sunday Times“ haben eine Liste mit 12.000 Bluttests von rund 5000 Läufern ausgewertet, die aus der Datenbank des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF stammt. Darunter sollen 800 Sportler mit dopingverdächtigen Blutwerten sein, die von 2001 bis 2012 bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gestartet sind. Darunter sollen auch rund 150 Athleten sein, die Medaillen bei den Topereignissen gewonnen haben.