Berlin –

Deutsche Basketballer gewinnen neues Selbstvertrauen für EM

Berlin. Am Dienstag trifft sich die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zu ihrem nächsten Trainingslager in Vorbereitung auf die Europameisterschaft Anfang September. Dann werden bereits die NBA-Spieler Dennis Schröder und Tibor Pleiss mit dem Team üben und vermutlich am Freitag beim Test in Wetzlar gegen Tschechien in der Startformation stehen. Und noch etwas werden die Fans zu sehen bekommen: eine Mannschaft mit gewachsenem Selbstbewusstsein.

„Es hat uns definitiv gut getan, dieses Turnier zu gewinnen“, sagte Chris Fleming nach dem 69:68 (37:36) gegen Gastgeber Italien in Trento. Zuvor waren auch Österreich (64:52) und die Niederlande (59:55) besiegt worden. Was den Bundestrainer dabei besonders erfreute, war der starke Mannschaftsgeist seiner Schützlinge.

Gegen die international erfahreneren Italiener, deren Spieler in ihren Klubs oft Schlüsselrollen einnehmen und auch bei der EM-Vorrunde in Berlin ihr Gruppengegner sind, lagen die Deutschen mehrmals klar zurück. „Aber wir haben uns immer wieder gegenseitig unterstützt und geholfen, um durch diese schweren Phasen zu kommen“, sagte der Amerikaner.

Als letzter Spieler wird am 8. August Dirk Nowitzki die Reihen komplettieren. Fleming wünscht sich, dass Einsatzbereitschaft und Enthusiasmus so bleiben. Bisher funktioniert die Teamchemie herausragend, was sich auch daran zeigt, dass sich die Punkte auf viele Spieler verteilten, alle ihren Anteil am Erfolg hatten. Optimistisch, eine gute EM zu spielen, sei er von vornherein gewesen, sagte der Bundestrainer. Und fühlt sich nun bestätigt, „auch wenn dieser Erfolg jetzt in Trento eine Momentaufnahme ist und wir natürlich sehr viel arbeiten müssen“.

Erfreulich aus Berliner Sicht, dass sich Niels Giffey und Akeem Vargas stark präsentierten. „Auch Alex King hat sich extrem teuer verkauft“, lobte Fleming sogar alle drei Spieler von Alba Berlin. Besonders gut dürfte ihm die entscheidende Szene der Partie gegen Italien gefallen haben. Da vergab Vargas kurz vor Schluss beim 67:68 einen Wurf von außen, reagierte aber nicht frustriert, sondern stahl den schon siegessicheren Italienern sofort den Ball, um zum Endstand zu verwandeln.