Berlin –

Neuer DHB-Chef bekennt sich vorab zu Hanning

Berlin –. Kaum war Andreas Michelmann für das höchste Amt im deutschen Handball nominiert, ging der designierte Nachfolger von DHB-Präsident Bernhard Bauer gleich verbal in die Offensive. „Großes Ziel bleiben die Olympiasiege im Jahr 2020“, sagte Michelmann, nachdem er von der Findungskommission einstimmig zum Spitzenkandidaten gekürt worden war. Bei den Männern sei man voll auf Kurs, bei den Frauen „müssen wir noch nacharbeiten. Da nehme ich Bob Hanning als Vizepräsident Leistungssport in die Pflicht“, sagte Michelmann. Der Oberbürgermeister von Aschersleben (Sachsen-Anhalt) soll beim außerordentlichen Bundestag am 26. September gewählt werden, nachdem Bauer sein Amt am 22. März nach nur 547 Tagen niedergelegt hatte.

Vor der Zusammenarbeit mit Hanning, mit dem sich Vorgänger Bauer immer wieder überworfen hatte, ist dem parteilosen Kommunalpolitiker nicht bange. „Ich weiß, was ich an ihm habe“, sagte Michelmann. Hanning sei „zu wichtig für den deutschen Handball, als ihn nicht voll einzubinden“. Es ist der zweite Anlauf Michelmanns an die Spitze des mit 800.000 Mitgliedern größten Handball-Verbandes der Welt. Schon im Jahr 2012 war er als Nachfolger von Ulrich Strombach vorgeschlagen worden, hatte dann aber auf die Kandidatur zugunsten von Bauer verzichtet.