Lausanne –

Sprinter rütteln heftig am Thron von Usain Bolt

Lausanne –. Usain Bolt lässt sich auch von seiner neuesten Rückenverletzung nicht stoppen. Mit einer hübschen Blondine im Arm feierte der Sprint-Superstar am Wochenende im Münchner Promi-Klub P1, vorher hatte sich der Jamaikaner von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln lassen. Während der Partylöwe bislang nur auf der Tanzfläche Vollgas gibt, rennen seine Rivalen Justin Gatlin, Tyson Gay und Asafa Powell heute beim Diamond-League-Meeting in Lausanne gegeneinander. Die Konkurrenten rütteln vorm letzten großen Aufeinandertreffen vor der WM in Peking (22. bis 30. August) frech an Bolts Thron. Es sei an der Zeit, „sich zu wehren“, sagte Gatlin. „Ich habe viel an meiner mentalen Stärke gearbeitet, um zu lernen, meinen Körper zu kontrollieren“, sagte Gay und kündigte an: „Die Weltjahresbestzeit dürfte fallen.“

Mit 9,74 Sekunden ist Gatlin, Olympiasieger von 2004, in diesem Jahr bisher die Nummer 1 der Welt. Ex-Weltrekordler Powell aus Jamaika schaffte bereits 9,81 und Ex-Weltmeister Gay hat eine Zeit von 9,87 stehen. Alle drei Oldies laufen im fortgeschrittenen Alter jenseits der 30 nach ihren Dopingsperren auf so hohem Niveau wie nie. Ein Thema, bei dem sich Experten wundern und die starken Männer stets ganz still werden. „Ich glaube, dass viele US-Sprinter aufwachen“, sagte Gatlin. Mit Gay war 2007 letztmals ein US-Sprinter Weltmeister geworden.