Sport

Blatter greift Wulff und Sarkozy an

Fifa-Präsident sieht sie als Befürworter der WM in Katar

Die umstrittene Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar soll auf politische Einflussnahme auch des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff erfolgt sein. Das behauptete Weltverbandspräsident Joseph S. Blatter (Schweiz) in der „Welt am Sonntag“ und warf zugleich auch Frankreichs ehemaligem Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy Einmischung vor der Entscheidung der Fifa vor. „Es gab zwei politische Interventionen. Die Herren Sarkozy und Wulff haben versucht, ihre Wahlmänner zu beeinflussen. Deswegen haben wir jetzt eine WM in Katar“, sagte der durch den Korruptionsskandal bei der Ffia schwer angezählte Verbandschef: „Der Deutsche Fußball-Bund hat von Wulff auch eine solche Empfehlung bekommen, dass Deutschland wegen wirtschaftlicher Interessen für Katar stimmt.“ Laut „WamS“-Angaben soll der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger auch von einem Anruf Wulffs berichtet haben. Wie Franz Beckenbauer als Mitglied der entscheidenden Exekutive bei der Wahl Ende 2010 abgestimmt hat, lässt das deutsche Fußball-Idol bis heute offen.