Mainz 05

Ex-Torwart: „Thomas Tuchel ist ein Diktator“

Heinz Müller erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Trainer: „Was er mit mir gemacht hat, ist Mobbing hoch zehn.“ Müller prozessiert derzeit gegen Mainz 05 und hat einen ersten Erfolg erzielt.

Foto: Uwe Anspach / picture alliance / dpa

Ex-Torwart Heinz Müller erhebt in der juristischen Auseinandersetzung mit seinem ehemaligen Verein FSV Mainz 05 auch schwere Vorwürfe gegen den damaligen Trainer Thomas Tuchel. „Was er mit mir gemacht hat, war Mobbing hoch zehn. Tuchel ist ein Diktator“, sagte Müller dem Fachmagazin kicker.

Kern des Vorwurfs: Tuchel soll maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, dass sich Müllers Vertrag beim Fußball-Bundesligisten nicht automatisch um ein Jahr verlängert hatte.

23 Pflichtspiele hätte Müller in der vergangenen Saison 2013/14 dafür absolvieren müssen, unmittelbar vor der Winterpause verbannte ihn Tuchel allerdings aus dem Profikader. Der Fußballlehrer selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

„Bilder meiner Kinder waren herausgerissen“

Tuchel, das behauptet Müller, habe ihm gesagt, dass er „ab sofort weder die Nummer eins, noch die Nummer zwei, die Nummer drei oder Nummer vier“ sein werde. Am ersten Trainingstag nach der Winterpause habe Müller zudem einen ausgeräumten Spind vorgefunden, „sogar die Bilder meiner Kinder waren rausgerissen und in eine Kiste geworfen, die neben der Toilette stand“.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Müller in erster Instanz einen Prozess gegen seinen Ex-Klub gewonnen hatte, dessen Urteil weitreichende Folgen für Vereine und Verbände haben könnte. Müller (36) hatte gegen die Befristung seines Vertrages geklagt – und recht bekommen.

„Mir ging es niemals und geht es auch heute nicht um ein Grundsatzurteil“, beteuert Müller. Der FSV Mainz 05 kündigte bereits an, das Urteil anzufechten.