BR Volleys

„Vor eigenem Publikum können wir jeden schlagen“

Mit Zenit Kasan wartet im Halbfinale der Final Four der russische Topfavorit auf die Berliner. Doch Trainer Mark Lebedew gibt sich vor dem Spiel kämpferisch. Hoffnung gibt ihm vor allem der Spielort.

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Gastgeber BR Volleys trifft im Halbfinale der Champions-League-Finalrunde am 28. März (17 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle auf Topfavorit Zenit Kasan. Das russische Starensemble hatte sich am Mittwoch in der Top-6-Runde der Champions League gegen den türkischen Vertreter Halkbank Ankara trotz einer 2:3-Niederlage für das Final Four qualifiziert, da die Mannschaft im Hinspiel ein 3:0 vorgelegt hatte.

Mit Zenit Kasan haben die Berlin Volleys den wohl schwierigsten Gegner erwischt. Dennoch sieht der deutsche Meister seiner Aufgabe mit gedämpfter Zuversicht entgegen. „Kasan ist der absolute Topfavorit in diesem Final Four“, urteilte Volleys-Trainer Mark Lebedew und konkretisiert seine Einschätzung: „Die haben eine unglaubliche Mannschaft zusammengestellt: mit Weltklassespielern aus den USA, aus Kuba und dazu mit mehreren Olympiasiegern aus Russland.“ Trotzdem räumt der 47-jährige Australier seinem Team durchaus Chancen ein: „Wir sind die Underdogs und müssen vor niemandem Angst haben. Vor unserem Publikum können wir jeden schlagen. Das haben wir schon bewiesen.“

Rein polnisches Halbfinale

Im anderen Halbfinale stehen sich in einem rein polnischen Duell PGE Skra Belchatow und Asseco Resovia Rzeszow, mit dem deutschen Nationalmannschafts-Kapitän Jochen Schöps, gegenüber. Die Sieger aus beiden Spielen bestreiten am 29. März das Finale, die Verlierer kämpfen vorher um Platz drei.

Erfahrungen mit Kasan haben die Volleys in der Champions League bereits gemacht. In den vergangenen beiden Jahren schieden sie jeweils gegen die Russen in der Top-12-Runde aus, dabei in der Saison 2012/13 durch zwei 2:3-Niederlagen denkbar knapp. In der vergangenen Spielzeit musste der deutsche Meister zwei 0:3-Abfuhren hinnehmen.

Berlin hatte Ende Januar als erste deutsche Stadt den Zuschlag für die Ausrichtung des Final Four erhalten. Als Gastgeber in der Max-Schmeling-Halle waren die BR Volleys damit automatisch gesetzt.