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Auf dem BER steigt am Sonntag ein Radrennen

Ein Termin zur Eröffnung des Haupstadt-Flughafens steht noch immer nicht fest. Trotzdem kürt die Rad-Bundesliga auf dem Gelände in Schönefeld bei einem Zeitfahren seinen Meister.

Foto: KED-Stevens-Team

Schon Jens Voigt, Andreas Klöden und Robert Bartko hatte der Berliner Trainer Dieter Stein, 59, einst in der Rad-Bundesliga auf ihre Profi-Karrieren vorbereitet, doch am nächsten Wochenende (13./14. September) erlebt der Macher des KED-Stevens-Teams im Unterbau deutschen Radsports für U23-Fahrer völlig Neues: Beim Saisonfinale geht es nach dem Rundstreckenrennen um Schäferberg und Pfaueninsel in Wannsee (159,6 Kilometer) am Sonnabend nämlich auf den BER.

Auf dem unfertigen Haupstadt-Flughafen wird am Sonntag in einem Einzelzeitfahren über 19,7 Kilometer der Bundesliga-Meister ermittelt. Start (11 Uhr) und Ziel sind im nicht abgesperrten Bereich, damit Zuschauer dabei sein können, gefahren wird auf dem Außenring, da das Rollfeld zu viele Querrillen hat.

„Schon vor der Eröffnung des Flughafen in München hatten wir dort 1991 ein Rennen, das ist eine wirklich tolle Idee für Fahrer und Fans“, lobt Stein die Veranstalter vom RC Charlottenburg.

Sein Schützling Heinrich Berger liegt als Zweitplatzierter im Einzel ebenso in Lauerstellung wie das KED-Stevens-Team bei den Mannschaften, sogar das Double ist mit Heimvorteil also noch möglich. Doch Stein träumt von mehr: „Wir liefern seit Jahren Talente und müssen sie dann aber ziehen lassen, weil wir es in Berlin nicht schaffen, ein Profiteam zu gründen. Das müsste sich dringend mal ändern.“