Vor Aufstieg

RB Leipzig wehrt sich gegen DFL-Auflagen

Am Sonnabend kann der Drittligist seinen Aufstieg mit einem Sieg gegen Saarbrücken perfekt machen. Doch die Stimmung bei RB Leipzig ist getrübt. Schuld sind Hürden bei der Zweitliga-Lizenzerteilung.

Foto: Joern Pollex / Bongarts/Getty Images

Wenn RB Leipzig am Sonnabend gegen Absteiger Saarbrücken (13.30 Uhr/MDR) so viele Punkte holt wie Verfolger Darmstadt 98 beim SV Wehen Wiesbaden, ist der erste direkte Durchmarsch durch die 3. Fußball-Liga perfekt. Erstmals wird die Arena für ein Ligaspiel ausverkauft sein. „Die Zuschauerentwicklung ist eine Sensation. Das zeigt, wie die Stadt und die Bevölkerung hinter dem Verein stehen“, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick.

Überlagert wird die Vorfreude beim vom Getränkekonzern Red Bull geförderten Klub von der Diskussion um die Zweitliga-Lizenzerteilung durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL). Es wurden zu hohe Hürden für neue Mitglieder moniert, und zu große Abhängigkeit vom Geldgeber. Rangnick deutete nun Kompromissbereitschaft an. „Wenn die DFL will, dass wir das Logo ändern, dann werden wir das tun. Es ist nicht wichtig, was auf dem Trikot steht, sondern was drin ist“, sagte er. Trotzdem hat der Verein vor dem Spiel des Jahres fristgerecht Beschwerde gegen den ersten Lizenzentscheid der DFL eingelegt – auch um sich notfalls gerichtlich wehren zu können.