Gewalt-Vorwurf

Richter stellt Verfahren gegen Ex-Herthaner Lell ein

Aufgrund mangelnder Beweise hat ein spanisches Gericht das Verfahren gegen Ex-Herthaner Christian Lell eingestellt. Ihm war vorgeworfen worden, seinen Frau geschlagen zu haben.

Foto: Peter Steffen / dpa

Der ehemalige Bundesligaprofi Christian Lell muss nach den Anschuldigungen, er habe seine Frau geschlagen, keine juristischen Konsequenzen befürchten. Der Richter des Zivilgerichtes in der Provinz Valencia stellte das Verfahren gegen den 29-Jährigen ein.

Vor der vierten Kammer, vor der Gewalt gegen Frauen verhandelt wird, erschienen sowohl Lell als auch seine Frau. Beide machten Gebrauch von ihrem Recht auf Aussageverweigerung. Lell kam um kurz vor zehn Uhr mit Anwälten und seiner Entourage, kurz darauf erschien seine Frau. Die Anhörung begann erst nach elf Uhr. Bis dahin und nach der Einstellung des Verfahrens verhandelten die Anwälte über die Details einer Scheidung und über das Sorgerecht für den gemeinsamen dreijährigen Sohn.

Am Freitag war der Ex-Herthaner von der spanischen Polizei festgenommen worden. Seine Frau hatte Anzeige wegen Körperverletzung gestellt. „Wir waren sicherlich beide emotional erregt, aber ich bin nicht handgreiflich geworden“, hatte Lell beteuert.

Lell verlas nach der Einstellung des Verfahrens eine Erklärung auf Deutsch: „Ich bin froh, dass das, was zuletzt in der Presse zu lesen war, nun richtig gestellt ist. Alle wussten, dass es nicht die Wahrheit war. Ich bin froh, dass es zu Ende ist. Ich hoffe, dass die ganzen Leute, die normalerweise nur die eine Seite sehen, hoffentlich jetzt auch die andere Seite und die andere Version sehen.“ Lell spielt seit 2012 für UD Levante.