Olympischer Sport

Der Deutsche Sportbund braucht nach Bach frischen Wind

Thomas Bach wird Präsident des Deutschen Olympischen Komitees, sein Amt als Chefs des Deutschen Olympischen Sportbundes wird er aufgeben. Sein Nachfolger muss einiges Aufarbeiten, meint Raik Hannemann.

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Nun darf Thomas Bach sich an den Problemen des Weltsports abarbeiten, andere Ämter wird er mit dem Umzug in die IOC-Zentrale nach Lausanne (Schweiz) abgeben. Also muss sich auch der deutsche Sport einen neuen Anführer suchen. DOSB-Vize Krämer übernimmt vorübergehend das Amt, die Mitgliederversammlung wählt dann am 7. Dezember in Wiesbaden einen neuen Präsidenten. Aber nur für ein einziges Jahr. So bleibt dank der Satzung genügend Zeit bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im Dezember 2014, den richtigen Präsidenten auszusuchen.

Als ein Kandidat gilt bereits heute Bachs Intimus Michael Vesper, früher Grünen-Politiker, doch der steht eher für ein „Weiter so wie bisher“. Der deutsche Sport, der Bachs IOC-Karriere zuletzt allzu vieles unterordnete, könnte frischen Wind aber durchaus gebrauchen.

Strukturell gehört vieles angepasst, nicht nur die olympischen Zielvereinbarungen für Verbände. Auch die Dopingstudie West gehört aufgearbeitet und die Diskussion um ein Anti-Doping-Gesetz sollte mal ergebnisoffener geführt werden dürfen als unter der Ägide Bachs. Denn eines muss allen klar sein: Als IOC-Chef wird Thomas Bach die Probleme des hiesigen Sports nicht lösen.