DFB-Pokal

Bundesgericht bestätigt Pokalausschluss für Dresden

Für Dynamo Dresden gibt es keine Gnade. Das DFB-Bundesgericht hat den Pokalausschluss bestätigt. Dynamo ist der erste Klub, gegen den die Höchststrafe verhängt wurde. Der Verein gibt nicht auf.

Foto: Peter Steffen / dpa

Frankfurt/Main, 7. März (SID) – Keine Gnade für Dynamo Dresden: Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Einspruch des Zweitligisten am Donnerstagabend abgewiesen und den Ausschluss Dynamos vom kommenden DFB-Pokal-Wettbewerb bestätigt. Die Sachsen, deren Fans zum wiederholten Mal durch Krawalle negativ aufgefallen waren, sind damit der erste Klub, gegen den die Höchststrafe des DFB ausgesprochen wurde. Das Bundesgericht folgte dem erstinstanzlichen Urteil des Sportgerichts vom 10. Dezember – in der vergangenen Saison hatte Dynamo noch erfolgreich vor dem Bundesgericht Einspruch gegen das Pokal-Aus eingelegt.

Die Berufungsverhandlung war am Donnerstagnachmittag unterbrochen worden. Die Vertreter des Zweitliga-Clubs, des DFB-Kontrollausschusses und des Bundesgerichts des Deutschen Fußball-Bundes hatten sich nach dem Abschluss der Zeugenvernehmungen zu einem Rechtsgespräch zurück. Konkreter Grund für den Ausschluss waren die Krawalle rund um das Pokalspiel bei Hannover 96.

In der Verhandlung am Donnerstag hatte der achtfache DDR-Meister seine Verteidigung auf zwei Punkte gestützt: Zum einen dürfe ein Verein nicht für das Fehlverhalten einzelner Fans bestraft werden. Die „verschuldensunabhängige Haftung“ verstoße gegen das geltende Rechtsprinzip. Zum anderen hätten die Gastgeber aus Hannover den Gästebereich an jenem 31. Oktober nicht ausreichend gesichert.

Der Kontrollausschuss-Vorsitzende und Ankläger Anton Nachreiner hatte den Dresdenern dagegen die besondere Schwere der Ausschreitungen und eine Wiederholung ähnlicher Vorfälle nur drei Monate später rund um das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern vorgehalten. „Das muss strafverschärfend bewertet werden“, meinte er.

Dresden wird wahrscheinlich vor das Ständige Schiedsgericht des DFB ziehen. „Ich will den Gremien ja nicht vorgreifen, aber ich sage: Auf ein Neues, meine Herren. Wir sehen uns in dieser Sache noch einmal“, sagte Geschäftsführer Christian Müller am Donnerstagabend.