Eishockey

Besitzer der Eisbären will mit Verkauf Milliarden erlösen

US-Milliardär Phillip Anschutz will sein Unterhaltungsgeschäft verkaufen. Dazu gehören auch die Berliner Eisbären. Es geht um Milliarden.

Foto: Max Nikelski / DPA

Der US-Besitzer des Eishockeyteams Eisbären Berlin will mit dem Verkauf seines Unterhaltungsgeschäfts mehrere Milliarden Dollar erlösen.

Interessenten seien möglicherweise bereit, für die Anschutz Entertainment Group (AEG) sechs bis acht Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen, sagten mit den Firmenwerten vertraute Personen. AEG wolle mindestens sieben Milliarden Dollar erlösen.

Den Kreisen zufolge haben eine Reihe von Medienfirmen und Beteiligungsfirmen ihr Interesse angemeldet. Der Chef des Unternehmens, Tim Leiweke, wollte keine konkrete Summe nennen. Es werde sich wohl aber um mehrere Milliarden Dollar handeln, sagte er.

US-Milliardär Anschutz kündigt Verkauf an

US-Milliardär Phillip Anschutz hatte sein Unterhaltungsgeschäft am Mittwoch zum Verkauf gestellt. Es wurde 1994 gegründet und umfasst die Veranstaltung von Konzerten und Sportereignissen.

Zu der Gruppe gehören auch die deutschen Eishockeyteams Eisbären Berlin und die Hamburg Freezers. In den USA engagiert sich AEG auch im Basketball und im Fußball. Bei dem Fußballteam L.A. Galaxy ist der englische Star David Beckham unter Vertrag.

Daneben betreibt AEG auch mehrere Veranstaltungshallen wie die O2-World in Berlin und in Hamburg. Im Mai diesen Jahres übernahm AEG gemeinsam mit Europas größtem Ticketvermarkter CTS Eventim die berühmte Konzerthalle Hammersmith Apollo in London.

Aufspaltung des Unterhaltungsgeschäfts möglich

Zu den Interessenten gehören den Kreisen zufolge Liberty Media Corp, Guggenheim Partners, Thomas H. Lee Partners, Bain Capital und Colony Capital. Von ihnen lag keine Stellungnahme dazu vor. Aufgrund der Größe und Vielschichtigkeit des Unternehmens könnte es nach der Übernahme aufgespalten werden, sagten mit den Überlegungen der Interessenten vertraute Personen. So könnte eine Firma mit den Sportteams und eine mit den Immobilien entstehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 72-jährige Anschutz den Verkauf von AEG oder Teilen davon auslotet. 2008 standen Ticketmaster und Cablevision Systems kurz davor, das Geschäft mit Live-Konzerten für rund 400 Millionen Dollar zu übernehmen. Die Gespräche wurden jedoch abgebrochen. CTS-Eventim-Konkurrent Ticketmaster schloss sich anschließend mit dem US-Konzertveranstalter Live Nation zusammen.