1899 Hoffenheim

Debakel gegen den Aufsteiger - Markus Babbel ratlos

Für Hoffenheim ist der Fehlstart in die Saison perfekt. Das Team von Trainer Babbel verlor im eigenen Stadion gegen Eintracht Frankfurt.

Markus Babbel konnte einem leidtun: Mit den Händen in den Hosentaschen tigerte der Hoffenheimer Trainer rat- und rastlos entlang der Auswechselbank von links nach rechts. Die Frankfurter Fans sangen aus vollem Halse die Vereinshymne, beim Hoffenheimer Anhang herrschte Totenstille. 0:4 (0:2) hatte die TSG gegen den Aufsteiger aus Frankfurt verloren. Alex Meier (39. Minute, 83./Foulelfmeter), Pirmin Schwegler (43.) und Martin Lanig (90.) erzielten die Tore für die Eintracht. Während die Frankfurter sich mit dem zweiten Sieg als Überraschungsmannschaft der Liga herauskristallisiert haben, ist der Fehlstart von Hoffenheim perfekt. „Wenn man drei Pflichtspiele hat und jedes Mal als Verlierer vom Platz geht, muss man von einem Fehlstart sprechen“, sagte Babbel.

Dass die Nerven beim Europa-League-Aspiranten blank liegen, zeigten die Platzverweise für Sejad Salihovic und Stephan Schröck (70./73.). „Frankfurt hat zwei ganz eklige Tore gemacht. Danach haben wir die Ordnung verloren“, sagte Hoffenheims Abwehrspieler Marvin Compper und ergänzte: „Wir können froh sein, dass es am Ende nur 0:4 ausging. Jetzt müssen wir zusammenhalten und Ruhe bewahren.“ Babbel änderte seine Mannschaft trotz der Niederlage am vergangenen Wochenende nur auf einer Position: Der vor der Saison von der SpVgg Greuther Fürth gekommene Schröck durfte seine Bundesliga-Premiere feiern, während der Kapitän der vergangenen Saison, Andreas Beck, komplett aus dem Kader gestrichen wurde. Schröcks Debüt endete mit Gelb-Rot in der 73. Spielminute, als sich die Hoffenheimer nur noch mit Fouls gegen die Frankfurter zu wehren wussten. Dabei waren die Hausherren zunächst besser ins Spiel gekommen.

„Die ersten 20 Minuten haben wir ein gutes Spiel gezeigt“, klagte Babbel, „da hatten wir Chancen, die man in der Bundesliga einfach verwerten muss.“ Nach dem 0:1 aber schien jegliches Selbstbewusstsein verschwunden zu sein. Hoffenheims Trainer erkannte dies – und versuchte zu reagieren: „Zur Pause habe ich noch versucht, mit Auswechslungen neuen Schwung zu bringen, aber die Gelb-Roten Karten haben alles über den Haufen geworfen. Dieses Ergebnis ist sehr bitter für uns.“ Besonders für den ehemaligen Hertha-Trainer, der die Hoffenheimer in den Europapokal führen wollte. Und dem nun nach diesem Fehlstart schon viel Kritik entgegenschlägt.