MotoGP

Stefan Bradl verpasst Podest um 46 Tausendstel

Bradl mischt die Königsklasse auf: Beim Großen Preis von Italien ließ er Valentino Rossi und Titelverteidiger Stoner hinter sich.

Foto: DAPD

Vater Helmut Bradl, 1991 selbst Vize-Weltmeister in der Klasse bis 250 Kubik, presste beide Fäuste vors Gesicht, konnte nicht mehr hinschauen. Am Ende jubelte er: „Stefan hat Eier gezeigt.“ Beim großen Motorradpreis von Italien fehlten seinem Sohn 46 Tausendstelsekunden zum ersten Podestplatz in der Königsklasse MotoGP.

„Wir sind ganz nah dran. Das ist ein tolles Gefühl“, freute sich der 22-jährige Honda-Pilot, der seinen fünften Rang vom Sachsenring verbessern konnte. Der Sieg in Mugello ging an den spanischen WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Yamaha), der vor seinem Landsmann Dani Pedrosa (Honda) und dem Italiener Andrea Dovizioso (Yamaha) gewann.

Fünfter wurde Superstar Valentino Rossi (Italien) auf seiner Ducati. Bradl ist jetzt in seinem MotoGP-Debütjahr Siebter in der WM-Tabelle. „Es fehlt ihm noch ein klein wenig die Erfahrung, dann klappt es“, war sich Bradl-Teamchef Lucio Cecchinello sicher.

Bradls Freund Sandro Cortese (22), Sieger am Sachsenring, verteidigte die WM-Führung in der Klasse Moto3 mit Platz drei hinter dem WM-Zweiten Maverick Vinales (Spanien, Honda) und Romano Fenati (Italien, Honda).

„Das war einfach Pech. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt in der letzten Runde, aber es hat nicht ganz gereicht“, sagte der Berkheimer. Der KTM-Fahrer hatte lediglich 71 Tausendstel Rückstand auf den Sieger.