Auf unbestimmte Zeit

Britischer Boxverband entzieht Chisora die Lizenz

Die Ausraster vor, während und nach dem Kampf gegen Vitali Klitschko kommen dem Boxrüpel Dereck Chisora teuer zu stehen. Seine Karriere steht vor dem Aus.

Der britische Verband BBBC hat Box-Rüpel Dereck Chisora wegen seiner Pöbeleien rund um den WM-Kampf gegen Vitali Klitschko auf unbestimmte Zeit die Lizenz entzogen.

Dies vermeldete die britische Nachrichtenagentur Reuters am Mittwochabend nach einer Anhörung des Schwergewichtlers vor dem Kontrollgremium des BBBC in der walisischen Hauptstadt Cardiff.

Überlegungen an einen Einspruch

Chisoras Manager Frank Warren erklärte: „Sie haben ihm die Lizenz abgenommen. Wir werden jetzt überlegen, ob wir gegen diese Entscheidung vorgehen.“

Dereck Chisora war nach den skandalösen Vorfällen rund um den Titelkampf am 18. Februar in München gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko bereits vom Weltverband World Boxing Council (WBC) auf unbestimmte Zeit suspendiert worden.

Der Brite hatte sich nach dem verlorenen Fight gegen den älteren der beiden Klitschko-Brüder eine Auseinandersetzung mit seinem Landsmann David Haye geliefert.

Auf der Pressekonferenz lieferten sich beide eine handfeste Schlägerei, die in Chisoras Morddrohung, Haye erschießen zu wollen, gipfelte. Der WBC hatte Chisoras Verhalten als „eines der schlimmsten, das ein Profi-Boxer jemals gezeigt hat“ bezeichnet.

Bedauern beim Rüpel

Zudem hatte Chisora Vitali Klitschko beim Wiegen am Freitag vor dem Kampf eine Ohrfeige verpasst und dessen Bruder Wladimir unmittelbar vor dem Fight im Ring mit Wasser bespuckt. Der 28-Jährige Chisora gab sich nach dem Skandal reumütig.

Wenige Tage vor der Anhörung in Cardiff hatte er kleinlaut erklärt: „Ich bedauere alles, was ich gesagt und getan habe. Im Rückblick ist mir das alles sehr peinlich, und nachträglich wäre es wohl besser gewesen, ich wäre zuhause geblieben.“