Champions League

Gomez schießt vier Tore beim 7:0 gegen Basel

Dank Vierfachtorschütze Mario Gomez und einem Fußballfest der Extraklasse steuert Bayern München dem ersehnten Heim-Finale in der Champions League entgegen. Mit dem 7:0 (3:0) gegen den FC Basel gelang den Bayern der höchste Heimsieg in der Geschichte der Champions League.

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Fast so gut wie Messi: Dank Vierfachfachtorschütze Mario Gomez und einem Fußballfest der Extraklasse steuert Bayern München dem ersehnten Heim-Finale in der Champions League entgegen. 67 Tage vor dem Endspiel feierte das überzeugende Team von Trainer Jupp Heynckes mit dem 7:0 (3:0) gegen den FC Basel seinen höchsten Heimsieg in der Geschichte der Champions League und zog mit einer Kampfansage gegen Titelverteidiger FC Barcelona ins Viertelfinale ein. Das Hinspiel hatte der Schweizer Meister noch überraschend 1:0 gewonnen.

Den Auftakt zum Torreigen machte ausgerechnet der in eine Ego-Debatte verwickelte Niederländer Robben. Das erlösende 1:0 nach zehn Minuten und das 7:0 zum Abschluss (81.) erzielte er selbst, das 2:0 durch Thomas Müller (42.) bereitete er mit einer zentimetergenauen Flanke vor.

Mario Gomez (42., 50., 61. und 67.) sorgte mit seinen Champions-League-Toren Nummer sieben bis zehn in dieser Spielzeit für ein Novum. Das erinnerte an die Tor-Gala von Weltstar Lionel Messi beim 7:1 des FC Barcelona in der vergangenen Woche gegen Bayer Leverkusen – der kleine Argentinier hatte allerdings fünf Tore erzielt. Bayerns bislang höchsten Champions-League-Heimsieg hatte es vor fast exakt drei Jahren ebenfalls im Achtelfinale mit dem 7:1 gegen Sporting Lissabon gegeben.

Viertelfinalauslosung am Freitag

Das Viertelfinale (27./28. März und 3./4. April) als nächste Etappe auf dem Weg ins Finale am 19. Mai in München wird am Freitag ausgelost. Im Topf für die Bayern sind Hochkaräter wie Titelverteidiger FC Barcelona – aber auch Teams wie Apoel Nikosia. Ein gefährlicher Außenseiter, genau wie der FC Basel.

Gegen den war das Weiterkommen Pflicht, das hatte Präsident Uli Hoeneß schon vor dem Spiel klargemacht: „Scheiden wir aus, wird es schwer, diese Saison noch gut zu machen.“ Schon in der Aufstellung gab es vor dem „Spiel des Jahres“ für den FC Bayern eine kleine Überraschung, denn der von einer Bänderverletzung im Sprunggelenk genesene Bastian Schweinsteiger saß zu Beginn nur auf der Bank.

Die Stimmung unter der mit roten „Mia san Mia“-Plakaten ausgestatteten 66.000 Fans in der ausverkauften Arena war schon vor dem Anpfiff wie elektrisiert. Und der Funke sprang drei Tage nach dem überzeugenden 7:1 gegen 1899 Hoffenheim sofort aufs Spiel der Bayern über, die von Anfang an einen extremen Siegeswillen versprühten. Der wie aufgedreht spielende Arjen Robben machte von der rechten Seite gewaltig Druck und hatte in der 6. Minute gleich die ersten zwei guten Einschussmöglichkeiten. Vier Minuten später machte er dann das ersehnte frühe Führungstor. Toni Kroos steckte den Ball zum völlig freistehenden Niederländer durch und der ließ dem Basler Keeper Yann Sommer keine Chance.

Basel mit nur kurzem Zwischenhoch

Die Bayern ließen die seit 17 Spielen ungeschlagenen Gäste kaum über die Mittellinie kommen und erspielten sich fast im Minutentakt gute Torgelegenheiten. Bei einem Kopfball von Gomez (22.) rettete Sommer mit einem tollen Reflex. Immerhin befreiten sich die Schweizer nach der stürmischen Anfangsphase etwas. Bayern schaltete einen Gang zurück, so kam der Ex-Dortmunder Alexander Frei nach 40 Minuten zur ersten Chance für Basel.

Das war quasi der Weckruf, denn nur zwei Minuten später holte sich Robben auf rechts mit einem rasanten Sprint den Ball vor der Seitenauslinie und seine zentimetergenaue Flanke verwertete Müller. Jetzt waren die Gäste wirklich geschockt – zwei Minuten später legte Holger Badstuber an seinem 23. Geburtstag von rechts quer und Gomez brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten.

Die Fans verabschiedeten die Bayern mit donnerndem Applaus in die Kabinen. Aus denen kam Basel mit der Hoffnung auf ein schnelles Anschlusstor. Doch nachdem Gomez noch per Kopf am eigenen Fünfmeterraum geklärt hatte (48.), versetzte er Basel zwei Minuten später nach Maßflanke von Franck Ribery den endgültigen K.o. Nach der gleichen Masche funktionierte das danach noch zweimal. Den Schlusspunkt setzte Robben nach traumhaften Zuspiel des zwischenzeitlich eingewechselten Schweinsteigers. Und die Bayern-Fans sangen „Who the f*** is Barcelona?“