25. Spieltag

Schalke meldet sich mit Sieg gegen den HSV zurück

Nach drei Pflichtspiel-Niederlagen gewinnt Schalke sein Heimspiel gegen einen schwachen Hamburger SV und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf Platz drei.

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Mit der Frustbewältigung für die bittere Europacup-Niederlage hielt sich Schalke 04 nur eine gute halbe Stunde auf, dann schonten die Gelsenkirchener nach einer aufreibenden Woche ihre Kräfte. Teemu Pukki (5.), Christoph Metzelder (26.) und Klaas-Jan Huntelaar (33., Foulelfmeter) schossen die Schalker im Kampf um eine Champions-League-Qualifikation zu einem wichtigen 3:1 (3:1)-Sieg gegen den Hamburger SV, spielerisch überzeugt hat der Tabellenvierte aber nicht.

„Der HSV hat besser gespielt als wir“, sagte Trainer Huub Stevens, zeigte sich aber gnädig mit seinen müden Spielern: „Wir haben die Chancen genutzt und da muss man nach einer schwierigen Woche zufrieden sein.“ Drei Tage nach dem unglücklichen 0:1 in der Europa League bei Twente Enschede durch einen unberechtigten Foulelfmeter feierten die Schalker damit den ersten Heimsieg gegen den HSV seit knapp acht Jahren.

Auf den Dritten Borussia Mönchengladbach haben die Königsblauen nur noch einen Punkt Rückstand, auf den Fünften Bayer Leverkusen dafür aber schon sieben Zähler Vorsprung. „Es ist eine gute Momentaufnahme für uns, aber wir haben noch neun Endspiele vor uns“, sagte Stevens.

Die Hamburger, denen nur noch der Anschlusstreffer durch Gojko Kacar (45.) gelang, stecken nach der ersten Auswärtsniederlage unter Trainer Thorsten Fink dagegen wieder mitten im Abstiegskampf. Als 14. haben die Hanseaten nur noch vier Zähler Vorsprung auf Hertha BSC Berlin auf dem Relegationsplatz. „Besser waren wir nicht“, sagte Fink, auf das Lob von Stevens angesprochen: „Besser ist die Mannschaft, die die Chancen effektiv nutzt, und das war Schalke.“

Um die Tabellensituation macht sich Fink (noch) keine großen Sorgen. „Die Punkte gegen Schalke haben wir nicht eingerechnet. Wir müssen zusehen, dass wir zu Hause gegen Freiburg gewinnen. Und wir werden gewinnen“, sagte er. Sportdirektor Frank Arnesen regt sich vor allem über den Strafstoß auf: „Wir haben jetzt im dritten Spiel hintereinander einen gegen uns bekommen und keiner war auch nur zu 50 Prozent sicher. Die Schiedsrichter pfeifen manchmal für die Heimmannschaft, das war leider auch heute so.“


Vor 61.673 Zuschauern erwischten die Gelsenkirchener einen Traumstart. Bereits nach vier Minuten flankte Rechtsverteidiger Atsuto Uchida mustergültig vor das HSV-Tor, Pukki verwandelte per Kopf.

Schalke überließ nach der frühen Führung zunächst dem HSV die Initiative. Die Hanseaten, die auf Nationalspieler Dennis Aogo (Muskelverhärtung), Paolo Guerrero und David Jarolim (beide gesperrt) verzichten mussten, hatten im Mittelfeld daher lange ein Übergewicht und kamen gegen eine wackelige Schalker Abwehr zwangsläufig zu Torchancen. Einen Schuss von Ivo Ilicevic lenkte Uchida über die Latte (18.), Marcell Jansen traf das Außennetz (22.), Tolgay Arslan scheiterte an Torhüter Timo Hildebrand (24.).

Die Königsblauen warteten auf Konter, ließen dabei aber zunächst die nötige Präzision vermissen. Dann trafen sie jedoch zweimal nach Standardsituationen: Ersatzkapitän Metzelder erhöhte mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit dem 20. November 2010 auf 2:0, ebenfalls nach einer Ecke foulte der Ex-Schalker Heiko Westermann den genesenen Huntelaar. Der Niederländer verwandelte den Foulelfmeter selbst zu seinem wettbewerbsübergreifend 34. Saisontreffer. Kacar ließ mit dem 1:3 Sekunden vor der Pause noch einmal Hoffnung beim HSV aufkeimen.

„Die Hamburger hatten mehr Spielanteile, aber wir waren immer zum richtigen Zeitpunkt da“, sagte Schalke-Manager Horst Heldt zur Pause: „Das Gegentor 30 Sekunden vor der Pause ist sehr ärgerlich, da müssen wir aufpassen.“

Im zweiten Durchgang begnügten sich die Gastgeber damit, das Ergebnis zu verwalten. Das HSV hatte viele Freiheiten, war aber viel zu harmlos und wusste diese aber nicht zu nutzen. Somit gab es nur noch ganz wenige Höhepunkte vor beiden Toren.