25. Spieltag

Dortmunds Siegesserie reißt bei Aufsteiger Augsburg

Nach acht Siegen in Folge muss sich Spitzenreiter Borussia Dortmund beim FC Augsburg mit einem Punktgewinn zufrieden geben.

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Borussia Dortmund hat im Kampf um die deutsche Meisterschaft wertvolle Punkte liegen gelassen. Der Titelverteidiger und Tabellenführer kam nach einem intensiv geführten Spiel beim couragierten Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg nur zu einem 0:0 und ließ damit Rekordmeister Bayern München bis auf fünf Zähler heranrücken. Zugleich aber stellte der BVB mit dem 19. Spiel in Folge ohne Niederlage seine Bestmarke aus der Saison 1991/92 ein.

„Das war ein absolutes Kampfspiel, und wir haben auch diesen Test bestanden. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die kämpferisch sehr stark war. Deshalb würde ich sagen, dass wir einen Punkt gewonnen haben. Aber man muss auch sagen: Dieser Platz war sehr schlecht. Da musst du froh sein, dass du dir nicht einen Kreuzbandriss holst“, sagte BVB-Torhüter Roman Weidenfeller und Trainer Jürgen Klopp ergänzte: „Wir mussten heute viel arbeiten, und mit Glück hätten wir sogar noch einen reingemacht. Für das Spiel heute haben wir jedoch nicht mehr verdient als einen Punkt. Augsburg hat leidenschaftlich gekämpft.“

Die Westfalen entfachten vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena lange Zeit nicht den gewohnten Angriffswirbel, leistete sich zu viele Fehler im Kombinationspiel. Gerade der zuletzt überragende Japaner Shinji Kagawa trat kaum in Erscheinung. Erst nach etwa einer Stunde wurden die Aktionen des BVB, der zuvor acht Spiele in Folge gewonnen hatte, wesentlich druckvoller, das entscheidende Tor fiel jedoch nicht.

Die Elf von Jos Luhukay spielte dagegen erneut an ihrer Leistungsgrenze und brachte Dortmund mit schnellen Gegenstößen in manche Verlegenheit. Und wenn der deutsche Meister doch einmal gefährlich zum Abschluss kam, verhinderte der starke Simon Jentzsch einen Gegentreffer. Lohn für die Anstrengungen der Augsburger war der Sprung auf Tabellenplatz 15.

Der BVB den 7:1-Kantersieg des FC Bayern am Samstagnachmittag gegen Hoffenheim vor dem Spiel eigentlich ungerührt hingenommen. "Das ist nichts, was uns hilft oder was uns hemmt", sagte Trainer Jürgen Klopp. Vielmehr erwartete er von seiner Elf eine Leistung voller Elan. "Heute ist Vollgasfußball notwendig. Wenn uns das gelingt, sind wir schon mal unangenehm zu spielen", meinte er vor dem Anpfiff.

An der Umsetzung haperte es allerdings. Denn schon in der Anfangsphase hielt Augsburg das Geschehen offen, nur Torjäger Robert Lewandowski kam in der 6. Minute einigermaßen gefährlich vor das Tor von Jentzsch. Wie mutig die vor der Partie seit fünf Heimspielen ungeschlagene Luhukay-Elf agierte, zeigte sich in der 13. Minute, als Torsten Oehrl per Kopf BVB-Keeper Roman Weidenfeller zu einer Parade zwang. Später hätten die Schwarz-Gelben beinahe ein Eigentor fabriziert. Sven Bender schoss Mats Hummels bei einem Klärungsversuch im eigenen Strafraum an.


Wenige Chancen für den BVB

Nach und nach versuchte Dortmund zwar das Tempo zu erhöhen, doch immer wieder störte der freche Abstiegskandidat den Angriffsfluss. Die Klopp-Elf hatte Schwierigkeiten, überhaupt zu Torchancen zu kommen. Lewandowski, der in der 40. Minute noch eine gute Kopfballchance hatte, konnte sich nur selten in Szene setzen und war bei den Verteidigern Sebastian Langkamp und Gibril Sankoh meistens gut aufgehoben. Der FCA spielte hingegen im Rahmen seiner Möglichkeiten überzeugend.

Auch nach der Pause blieb Augsburg zunächst auf Augenhöhe und hatte sogar eine gute Gelegenheit, selbst in Führung zu gehen. Axel Bellinghausen scheiterte aber nach einem der schnellen Konter an Weidenfeller (47.). Mit weiterhin großem Einsatz stemmten sich die Schwaben gegen die in der Folge druckvoller agierenden Dortmunder und verdienten sich bis zum Schluss kämpferisch eine Bestnote.