Heldt pestet gegen Uefa

"Pappnasen – Tatsachengeschisse – Heinis"

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Platzverweis und Foulelfmeter für einen zweifelhaften Zweikampf vor dem Strafraum: Schalkes Manager Heldt holzt nach der Niederlage bei Twente gegen die Uefa.

Der Sportvorstand des FC Schalke 04, Horst Heldt, hat sich maßlos über eine Fehlentscheidung des schottischen Schiedsrichtergespannes beim Europa-League-Auswärtsspiel beim FC Twente Enschede geärgert. Referee Craig Thomson hatte Abwehrspieler Joel Matip nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Seitenlinie wegen einer vermeintlichen Notbremse im Strafraum an Luuk de Jong (60. Minute) mit einer Roten Karte vom Platz gestellt.

Den anschließenden Elfmeter verwandelte Twentes Stürmer de Jong (61.) am Donnerstagabend selbst zum 1:0-Sieg. Die TV-Bilder entlarvten den Elfmeterpfiff als krasse Fehlentscheidung. De Jong hatte sich außerhalb des 16-Meter-Raums in die Hacke getreten und war dann ohne Berührung durch Matip zu Fall gekommen.

Heldt redete sich anschließend den Frust von der Seele und attackierte Schiedsrichter, Uefa-Offizielle und Fifa-Regelhüter in einem verbalen Rundumschlag. Die wichtigsten Aussagen des Schalker Managers:

– Heldt zum Elfmeterpfiff: „Das ärgert mich, das ist eine bodenlose Enttäuschung. Das ist eine so gravierende Fehlentscheidung. Ich verstehe das Ganze auch nicht mehr, was diese Pappnasen da entscheiden. Und dann sagen sie, tut uns leid, Tatsachenentscheidung. Da krieg ich das Kotzen, da krieg ich die Krätze. Mit so einer Arroganz, wie die dann auftreten. Die haben einen Fehler gemacht, dann sollen sie auch zu dem Fehler stehen.“

– zu den Folgen: „Es geht ja weiter: Der wird ja jetzt gesperrt, der wird mindestens für ein Spiel gesperrt. Was kann ich mir denn dann für diesen, dieses Tatsachengeschisse kaufen? Gar nichts.“

– über die Offiziellen und die Regelhüter der Fußball-Verbände Uefa und Fifa: „Die machen sich immer permanent Gedanken, wie kann man was reformieren. Da sitzen dann irgendwelche Leute in ihren dicken Sesseln, auf was weiß ich für einem Board, wie sich das nennt, Regelboardwerk oder wie die Heinis da oben heißen. Und entscheiden, so jetzt entscheiden wir mal: Jetzt nehmen wir mal einen vierten, fünften und sechsten Schiedsrichter dazu. Ja was macht er denn an der Torauslinie? Was ist denn dem seine Aufgabe? Der soll zu Hause bleiben. Die sollen zu Hause bleiben mit so einem Scheiß, den sie da installieren.“

– über das Verhalten von Uefa-Offiziellen und Delegierten: „Der Oberwitz beginnt ja damit, dass wir 1:15 Stunden vor dem Anpfiff im Stadion sein müssen. Das wird ganz genau genommen. Da steht dann einer mit einer geeichten Funkuhr und passt auf. Da laufen sie wie HB-Männchen durch die Gegend. Und wenn du nur eine Sekunde zu spät kommst, dann schreiben sie das in den Bericht und du bekommst eine saftige Geldstrafe. Das regt mich so auf.“



( dpa/jr )