NBA

Nowitzki stark, doch Dallas unterliegt Oklahoma

27 Punkte von Dirk Nowitzki reichten nicht aus, um die knappe Niederlage von NBA-Champion Dallas Mavericks bei den Oklahoma City Thunder zu verhindern.

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Dirk Nowitzki trifft fast wie in besten Zeiten, aber seine Dallas Mavericks kommen einfach nicht auf Touren. Der Meister kassierte am Montagabend (Ortszeit) durch das 91:95 beim Titelkandidaten Oklahoma City Thunder bereits die 17. Saisonpleite in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Zwei Tage nach seinem Saisonrekord von 40 Punkten zum Sieg gegen die Utah Jazz war Deutschlands bester Basketballer auch bei der Auswärtspleite in Oklahoma mit 27 Punkten bester Werfer der Texaner, die vor allem in der entscheidenden Schlussphase unübersehbar schwächeln.

„Wir haben letztes Jahr die Meisterschaft gewonnen, weil wir am Ende der Spiele das beste Team waren. In dieser Saison haben wir diese Qualität noch nicht“, sagte der 33-jährige Nowitzki und zeigte sich leicht genervt. „Es lief bei uns nicht richtig rund. Wenn dein Gegner 30 Freiwürfe bekommt und du nur zehn, ist es schwer zu gewinnen, aber so ist das auswärts.“ Die Schiedsrichterschelte war nicht zu überhören.

Auch Mavericks-Coach Rick Carlisle machte seinem Ärger über die unnötige Niederlage beim Western Conference-Spitzenreiter Luft: „Es gibt keine Entschuldigung. Wir haben das Spiel nicht gemacht. Ich bin auch enttäuscht wie das ganze Ding mit den Schiedsrichtern ausgegangen ist.“ Zusätzlich getrübt wurde die ohnehin schon schlechte Stimmung im Team von Brendan Haywoods Verletzung. Der Center knickte mit dem linken Fußgelenk um und musste schon nach 31 Sekunden das Parkett in der mit 18 203 Zuschauern gefüllten Chesapeake Arena von Oklahoma verlassen.


Achte Auswärtspleite der Saison

Die Schuld an der achten Auswärtspleite dieser Saison mussten die „Mavs“ trotzdem bei sich suchen. Die einstige Stärke des Titelverteidigers, Rückstände kurz vor dem Ende noch in Siege zu verwandeln, ist keine mehr. Vier der vergangenen sechs Partien hat Dallas mit fünf oder weniger Punkten in den letzten Minuten verloren.

Dabei hatte Nowitzki mit drei Dreiern in Serie die Mavericks knapp drei Minuten vor dem Abpfiff mit 91:87 in Führung geworfen. Aber Oklahomas überragender Aufbauspieler Russell Westbrook (24 Punkte) konterte auf 90:91, ehe zwei zweifelhafte Entscheidungen zugunsten der Thunder die Mavericks-Niederlage einleiteten. Bei den letzten Aktionen vor der Schlusssirene blieb der Korb für die Gäste wie vernagelt.

„Wir haben zuletzt nicht unser Ding durchgezogen, wie sonst. Das hat sich heute gerächt“, klagte Jason Terry, mit 18 Zählern zweitbester Dallas-Werfer. Terry war es aber auch, der zwei Riesenchancen – wenigstens zur Verlängerung – in den letzten 22 Sekunden mit Jason Kidd vertändelte. „Wir konnten uns nicht davon erholen, dass wir in der Schlussphase die Spielzüge nicht wie geplant umgesetzt haben“, bestätigte Terry die These von Nowitzki.

Beim 16. Heimsieg der Thunder zeichnete sich neben Westbrook vor allem Kevin Durant mit 22 Punkten aus. Spitzenreiter Oklahoma führt in der Western Conference mit 30:8 Siegen deutlich vor den San Antonio Spurs (25:12) und Los Angeles Lakers (23:14).

Ergebnisse: Oklahoma City Thunder - Dallas Mavericks 95:91, Cleveland Cavaliers - Utah Jazz 100:109, Toronto Raptors - Orlando Magic 88:92, Washington Wizards - Golden State Warriors 100:120, Milwaukee Bucks - Philadelphia 76ers 97:93, Minnesota Timberwolves - Los Angeles Clippers 95:94, Chicago Bulls - Indiana Pacers 92:72, Denver Nuggets - Sacramento Kings 119:116 n.V., Portland Trail Blazers - New Orleans Hornets 86:74.