Dallas Mavericks

Gala-Nummer von Nowitzki beim Sieg gegen Utah Jazz

40 Punkte: Mit dieser Saisonbestmarke hat Dirk Nowitzki die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA auf Erfolgskurs zurückgeführt.

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"Dirkules" machte es am Samstag ganz "klassisch", wie die NBA-Homepage titelte - und das verheißt für die Gegner in der Regel nichts Gutes. Mit der persönlichen Saisonbestleistung von 40 Punkten stoppte Basketball-Superstar Dirk Nowitzki die Talfahrt von Meister Dallas Mavericks beim erlösenden

102:96 über die Utah Jazz. Nachdem der Titelverteidiger vier Spiele von Niederlage zu Niederlage getaumelt war, richtete Deutschlands Sportler des Jahres die Texaner mit seiner ersten 40-Punkte-Gala seit November 2010 fast im Alleingang wieder auf.

"Seine Treffsicherheit war von der allersten Sekunde an da, und die Jungs wussten das", lobte Trainer Rick Carlisle seinen Superstar: "Sie haben ihm immer wieder den Ball gegeben, und er hat die ganze Nacht geliefert."

Das galt vor allem für das zweite Viertel, in dem Nowitzki 14 Punkte erzielte, darunter 13 am Stück. Neben Nowitzki zahlte in diesem Spielabschnitt nur noch ein weiterer Mavs-Akteur aufs Punkte-Konto ein: Jason Terry - mit fünf Zählern.

"Ich hatte einen guten Rhythmus. Dabei habe ich noch nicht einmal besonders gut geworfen", sagte Nowitzki und blieb gewohnt bescheiden: "Ich wollte nur aggressiv sein. Meine Mitspieler haben mich immer wieder in Szene gesetzt. Das war großartig."

Durch den siebten Sieg in Folge gegen Utah verschaffte sich Dallas als Tabellensechster der Western Conference wieder Luft im Kampf um die Play-offs. Doch bereits am Montag steht für "Big D" und den Champion ein echter Härtetest an, wenn die Mavs beim Top-Team Oklahoma City Thunder gastieren.

Vor der hohen Auswärtshürde aber genoss man in Dallas einen rundum gelungen Abend, zu dem auch Sorgenkind Lamar Odom (neun Punkte, fünf Rebounds) beitrug. Der Forward war aus persönlichen Gründen seit dem 20. Februar nicht mehr zum Einsatz gekommen. Als er nach dem Spiel gegen Utah den gut zwei Dutzend wartenden Reportern erzählte, wie er bei seiner Rückkehr von seinen Mitspielern empfangen worden war, zitterte seine Stimme.

"Es hat sich gut angefühlt, wieder zurück zu sein, Basketball zu spielen, das zu tun, womit ich gesegnet bin", sagte Odom. Die Mavs-Fans hatten den Neueinkauf, der bislang weit hinter den Erwartungen geblieben ist, aber zuletzt eher verflucht, und auch Coach Carlisle hatte den Druck stark erhöht. Vor seiner Rückkehr gegen Utah hatte Odom deshalb seine Mitspieler um Unterstützung gebeten.


Odom warb um Verständnis

"Ich habe ihnen gesagt, dass sie zu mir halten sollen und dass ich sie zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben brauche", erzählte der 32-Jährige. Und auch bei den Fans warb er um Verständnis. "Einfach geduldig sein", sagte Odom: "Ganz egal, wie viele Punkte ich mache oder wie groß ich im Fernsehen aussehe, wir sind alle nur Menschen. Und einige Dinge hauen uns um."

Über die Gründe für seine Abwesenheit wollte der ansonsten auskunftsfreudige Odom nicht sprechen. "Es war wirklich sehr persönlich", sagte der zweimalige NBA-Champion und deutete vielsagend an: "Es gibt Zeiten, in denen wir das, was abseits des Basketball-Platzes passiert, richten müssen, um das, was auf dem Platz passiert, hinzukriegen."

Die Ergebnisse vom Samstag:

Dallas Mavericks - Utah Jazz 102:96

Washington Wizards - Cleveland Cavaliers 101:98

Atlanta Hawks - Oklahoma City Thunder 97:90

Orlando Magic - Milwaukee Bucks 114:98

Memphis Grizzlies - Detroit Pistons 100:83

New Orleans Hornets - Indiana Pacers 84:102

Portland Trail Blazers - Minnesota Timberwolves 110:122