"Auszeit"

Angst vor Frauen treibt Kicker ins Freudenhaus

Ein englischer Fußballspieler berichtet, dass seine Kollegen vermehrt Bordelle aufsuchten. Dort treffen sie immer häufiger auf Prostituierte aus Studentenkreisen.

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Laut einer alarmierenden Untersuchung der Universität von Birmingham finanzieren immer mehr junge Britinnen ihr Studium mit Prostitution. Demnach kenne jeder zehnte Student eine Kommilitonin, die nebenbei im Bordell arbeitet. 2002 waren es noch vier Prozent, 2006 bereits sechs.

Auch eine Vereinigung Prostituierter aus Großbritannien verzeichnet höhere Zahlen von Freudenmädchen in Studentenkreisen. Gründe seien steigende Studiengebühren, der Wegfall von traditionellen Studentenjobs und die Aussicht auf den lukrativen Verdienst.

Süchtig nach Sex

Die Kundschaft auf der Insel scheint nämlich äußerst wohlhabend zu sein. Der Durchschnittsverdienst in der höchsten englischen Fußballliga liegt bei weit über einer Million Euro per annum.

Und die Chance in einem britischen Bordell solch einen kickenden Großverdiener zu treffen, ist ungefähr so hoch wie die, ein Elfmeterschießen gegen England zu gewinnen.

So klingt es zumindest bei Louis Saha. Der Angreifer von Tottenham Hotspur sagte in einem Interview, dass zahlreiche Spieler sehr regelmäßig ins Freudenhaus gingen. Sie seien regelrecht süchtig nach Sex und hätten zudem „Angst vor normalen Frauen“.

„Man kann kaum einer Frau vertrauen, die sich einen Fußballer angeln will. Für einen jungen Profi kann das zur Achillesferse seiner Karriere werden, wenn eine Frau die Erfahrungen einer gemeinsamen Nacht an die Presse verkauft. Deshalb werden die Spieler zunehmend paranoid und greifen auf Escort-Mädchen zurück“, sagte Saha.

Vielleicht sollten die Kicker einfach mal wieder eine Studentenparty besuchen, sich dort ordentlich verlieben und der Dame des Herzens dann das Studium finanzieren.