Münchner Villa

FC-Bayern-Spieler Breno ein Brandstifter?

Das Feuer in der Villa des Spielers Breno vom FC Bayern soll durch Brandstiftung entstanden sein. Die Staatsanwaltschaft will über eine Anklage bald entscheiden.

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Die Münchner Staatsanwaltschaft will über eine Anklage des Brasilianers Breno vom FC Bayern schon in den kommenden Wochen entscheiden. Ziel sei es, noch im ersten Quartal des Jahres zu einem Ergebnis zu kommen, sagte Behördensprecher und Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Der Fußballprofi steht unter dringendem Verdacht, im September 2011 seine Villa im Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben.

Brand der Villa in München durch Brandstiftung

Das Feuer in der Villa des Brasilianers Breno vom FC Bayern München soll nach Medienberichten durch Brandstiftung entstanden sein. Dies gehe nach Informationen der „Bild“-Zeitung aus einem Brandgutachten hervor. Der 22 Jahre alte Breno steht unter Verdacht, im September 2011 seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben.

Die „Bild“ berichtet, dass als Ursache für das Feuer in der angemieteten Villa des Bayern-Innenverteidigers eindeutig Brandstiftung festgestellt worden sei. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge sind die Ursachen für den Brand zumindest „wahrscheinlich nicht technischer Natur“.

Bei dem Feuer war Brenos Haus ausgebrannt, es entstand ein Millionenschaden. Breno saß knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft. Anfang Oktober 2011 kam er gegen Zahlung einer Kaution und unter Auflagen wieder auf freien Fuß. Der Haftbefehl gegen ihn blieb aber bestehen. Wann die Ermittlungen gegen den Fußball-Profi abgeschlossen sind, ist noch unklar.

Die Bayern boxten Breno raus, er sorgt weiter für Schlagzeilen

Dass der weiterhin verletzte Breno die vergangenen Monate nicht allesamt in Untersuchungshaft verbringen musste, hat der Abwehrmann vor allem seinem Club zu verdanken: Nach zwei Wochen in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim kam Breno gegen eine Kaution und unter Auflagen im Oktober wieder auf freien Fuß – und sorgte weiter für Schlagzeilen: Erst echauffierte er sich über den Kurznachrichtendienst Twitter öffentlich über seine miese sportliche Situation , dann ließ er sich grippekrank tätowieren .

Die Bayern-Chefs reagierten zurückhaltend auf die neuesten Negativschlagzeilen um ihren Brasilianer. „Kein Kommentar“, hieß es von Mediendirektor Markus Hörwick in Köln, wo der deutsche Rekordmeister vor seinem anstehenden Bundesliga-Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen schon mal sein Lager bezogen hat. „Das ist Sache der Staatsanwaltschaft, wir möchten uns zu diesem Thema nicht äußern.“

Brenos Tage dürften gezählt sein

Landet der Fall Breno tatsächlich vor Gericht, dürften die Tage des einst als so talentiert gepriesenen Verteidigers an der Säbener Straße gezählt sein. Davon abgesehen endet Brenos Vertrag in München sowieso im Sommer – auch aus sportlicher Sicht spricht kaum etwas für eine Verlängerung.

Dabei war Breno als großer Hoffnungsträger und für eine happige 12-Millionen-Euro-Ablöse vor drei Jahren aus Brasilien verpflichtet worden. Durchsetzen konnte sich der zwischenzeitlich an Nürnberg ausgeliehene 1,87-Meter-Schrank nie. Seit drei Wochen fehlt Breno nach einem Eingriff am Knie erneut verletzt.