Nach 0:5-Niederlage

Hertha BSC trennt sich von Trainer Skibbe

Nach noch unbestätigten Informationen der "Bild"-Zeitung trennt sich Bundesligist Hertha BSC von Trainer Michael Skibbe. Am Nachmittag soll die Entscheidung offiziell verkündet werden.

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Fußball-Bundesligist Hertha BSC trennt sich der „Bild“-Zeitung zufolge nach nur fünf Spielen von Trainer Michael Skibbe. Der Rauswurf des Trainers solle am Sonntagvormittag verkündet werden, berichtete die Zeitung. Eine Bestätigung des Klubs liegt bislang nicht vor.

Seit Skibbes Amts-Übernahme hatten die Berliner alle vier Bundesliga-Spiele verloren und waren im Viertelfinale des DFB-Pokals gescheitert. Am Sonnabend gingen die Blau-Weißen mit 0:5 gegen Stuttgart unter.

Der 46-Jährige hatte den Posten nach dem Rauswurf von Trainer Markus Babbel im Dezember übernommen. Vorläufig plane die Hertha mit einer Interimslösung, hieß es.

Nach dem fußballerischen Offenbarungseid beim VfB Stuttgart herrschte bereits am Sonnabend bei Hertha BSC Alarmstimmung. Wie geprügelte Hunde schlichen die Berliner Spieler nach dem Debakel vom Rasen. „Das war eine katastrophal desolate Leistung. Wenn wir so weiterspielen, steigen wir ab“, sprach Innenverteidiger André Mijatovic Klartext.

So deprimierend schwach wie beim 0:5 (0:4)-Debakel gegen die vor diesem Schlüsselspiel ebenfalls schwer angeschlagenen Schwaben hatten sich die Berliner in dieser Saison noch nicht präsentiert: Kein Mumm, kein Plan, kein Kampfgeist. Skibbe sprach schonungslos von „einer absoluten Katastrophe“. So eine „schlimme erste Halbzeit“ habe er als Trainer noch nie erlebt. Mittelfeldmann Peter Niemeyer meinte niedergeschlagen: „Die erste Halbzeit war unser Spiel grausam. In der zweiten Halbzeit war es grausam, überhaupt auf dem Platz zu stehen.“

Nach dem zehnten sieglosen Bundesligaspiel in Serie steckt der Aufsteiger tief im Abstiegskampf und in einer handfesten Krise.

Die Entlassung Skibbes ist der sechste Trainerwechsel der laufenden Saison in der Bundesliga. Zuvor hatten Babbel (Hertha), Marcus Sorg (SC Freiburg), Michael Oenning (Hamburger SV) und Holger Stanislawski (1899 Hoffenheim) gehen müssen. Ralf Rangnick trat bei Schalke 04 wegen eines Burn-outs zurück.

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