Wechsel nach Fulham

Pogrebnjak bezeichnet VfB-Führung als "schweinisch"

Pogrebnjak ist wütend auf den VfB. "Man wollte mich einfach provozieren und meinen Weggang einleiten", so der Russe. Sein Wechsel zum FC Fulham ist perfekt.

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Der russische Nationalspieler Pawel Pogrebnjak hat die Führung des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart nach seinem Abschied zum FC Fulham hart kritisiert.

"Nachdem ich gegen Gladbach nicht im Kader war , habe ich sofort den Wunsch erklärt, die Situation zu verändern. Die Stuttgarter Führung hat sich schweinisch verhalten, wonach ich keine Sekunde länger in diesem Verein bleiben wollte", sagte Pogrebnjak in einem Interview mit der angesehenen russischen Sporttageszeitung "Sowjetski Sport".

Der Medienberater des Spielers, Jürgen Knappenberger, übermittelte eine Reaktion des russischen Internationalen bezüglich des angeblichen Zitats, das er so nicht getätigt haben will. "Das wäre nicht sehr professionell und ist auch nicht mein Stil", sagte Pogrebnjak.

"Man wollte mich provozieren"

Im Interview mit der Sportzeitung heißt es weiter: Beim Rückrunden-Auftakt gegen Schalke (1:3) habe er fast durchgespielt, "und alle haben gesagt, dass ich einer der Aktivsten war. Und im letzten Spiel saß ich nicht einmal mehr auf der Ersatzbank. Ich bin sicher, man wollte mich einfach provozieren und meinen Weggang einleiten. Danach habe ich meinen Manager angerufen und gesagt: Wir müssen weg hier", erklärte der 28 Jahre alte Stürmer die Gründe für seinen Wechsel.

Den Wechsel bestätigten beide Vereine am Dienstagabend. Medienangaben zufolge erhält der 28 Jahre alte Russe bei den Londonern zunächst nur einen Vertrag bis zum Saisonende und kostet eine Ablösesumme von rund 500.000 Euro.

Abstriche in Kauf genommen

Pogrebnjak betonte jedoch bereits, "dass ich mich auf eine neue Etappe in meiner Karriere freue." Nach eigener Aussage habe er sogar finanzielle Abstriche in Kauf genommen.

Pogrebnjak, dessen Vertrag beim VfB im Sommer ausgelaufen wäre, war 2009 für 4,8 Millionen Euro von Zenit St. Petersburg als Ersatz für Mario Gomez zum VfB gewechselt. Er konnte die Erwartungen allerdings nicht erfüllen.

In 68 Bundesligaspielen für den VfB erzielte er 15 Tore, in dieser Saison war es gerade mal ein Treffer in 14 Partien. Der wuchtige Angreifer hatte allerdings nur fünf Spiele von Beginn an bestritten. Durch die Verpflichtung von Vedad Ibisevic in der vergangenen Woche hatte sich seine Position weiter verschlechtert.