Ski-Freestyle

Ski-Ikone Sarah Burke nach Unfall gestorben

Die kanadische Ski-Freestylerin Sarah Burke ist an den Folgen ihres Trainingssturzes gestorben. Sie hatte dabei schwere Kopfverletzungen erlitten.

Foto: action press / action press/STAR MAX, INC.

Die kanadische Ski-Freestylerin Sarah Burke ist neun Tage nach ihrem schweren Sturz beim Training in Park City gestorben. „Wir übermitteln unser tiefes Mitgefühl an die Familie von Sarah Burke, die heute in einem Krankenhaus in Salt Lake City gestorben ist“, vermeldete der Ski-Freestyle auf seiner Facebook-Seite.

Die 29 Jahre alte Halfpipe-Weltmeisterin von 2005 war am 10. Januar beim Training gestürzt und auf dem und einen Tag später im Krankenhaus von Salt Lake City operiert worden. Seitdem lag sie im Koma. Nach einem Herzstillstand sei es zu „schweren, irreparablen Gehirnschäden“ wegen Mangels an Sauerstoff und Blut gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Familie.

Ihr Ehemann hatte bis zuletzt auf eine Rettung gehofft. „Sarah ist sehr, sehr stark, sie wird es schaffen“, hatte er erklärt. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) starb Burke im Kreis ihrer Familie.

Burke galt als Favoritin auf die Goldmedaille in ihrer Sportart, die 2014 bei den Winterspielen in Sotschi erstmals olympisch sein wird.

Ski-Szene reagiert erschüttert

Die Ski-Szene hat mit Entsetzen und großer Trauer reagiert. „Sarah war größer als das Leben, ein phänomenaler Repräsentant ihres Sports und hat ihr Leben in vollen Zügen genossen“, sagte Peter Judge, Geschäftsführer des Kanadischen Freestyle-Ski-Verbandes (CFSA).

Auf einem Spendenkonto zur Abdeckung der Krankenhaus-Kosten in Höhe von 550 .000 US-Dollar war bis Freitagmorgen eine fünfstellige Summe eingegangen. Die Athleten sind nach einem Bericht der der kanadischen Zeitung „National Post“ nicht über den CFSA versichert, wenn sie außerhalb von Verbandswettbewerben starten.

Judge betonte, dass es ihn überraschen würde, wenn der ausrichtende Sponsor keine Versicherung abgeschlossen habe. Nach seinen Angaben gebe es bereits mehrere Hilfsangebote, unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee.

Ihre Teamkollegin und Weltmeisterin Roz Groenewoud zeigte sich ebenfalls über Burkes Tod erschüttert: „Danke, dass du sechs Jahre lang eine großartige Teamkollegin warst und mehr an mich geglaubt hast, als ich selbst“, schrieb sie über Twitter, „du wirst immer mein Held bleiben. Love you Sarah.“