Bayerns Problemprofi

Breno ist krank – und lässt sich tätowieren

Anstatt seine Grippe auszukurieren, ging Bayerns Brasilianer Breno am Dienstag in ein Tätowierstudio. Trainer Jupp Heynckes zeigt sich trotzdem nachsichtig.

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Fußball-Rekordmeister Bayern München verliert nicht die Geduld mit Sorgenkind Breno. „Es ist nicht der Zeitpunkt, auf den Jungen einzudreschen“, sagte Trainer Jupp Heynckes am Donnerstag. Der brasilianische Verteidiger Breno hatte sich trotz Krankschreibung und erhöhter Entzündungswerte am Dienstagabend in einem Tattoo-Studio den Arm verzieren lassen.

Breno mache eine ganz schwierige Phase durch, dafür habe man viel Verständnis und Geduld, betonte Heynckes. „Er darf es aber nicht überstrapazieren. Breno braucht aber sicher eher Hilfe und Unterstützung als Strafe“, sagte der Coach. Heynckes persönlich habe zuletzt viel mit dem 22-Jährigen gesprochen, er werde das jetzt wieder tun.


"Gelbe Karte" von Rummenigge

Zu Wochenbeginn war Breno nach einem Twitter-Eintrag, in dem er sich über seine Nichtberücksichtigung für das letzte Testspiel des FC Bayern beschwert hatt e, in die Kritik geraten. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte ihm daraufhin die „Gelbe Karte“ gezeigt und eine deutliche Verwarnung ausgesprochen. Breno hatte sich bei Verein und Mannschaft dafür entschuldigt.

Am Dienstag wurde der Brasilianer nach dem Vormittagstraining mit Grippeanzeichen nach Hause geschickt. Statt sich zu erholen, zog es Breno aber vor, ein Tattoo-Studio aufzusuchen. „Es ist sehr unglücklich, dass der Junge das gemacht hat, auch wenn er nicht bettlägerig war. Manchmal denke ich, er sollte eigentlich so clever sein, das nicht zu tun“, sagte Heynckes.

Gegen Breno wird zudem nach wie vor wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Derzeit laufen noch die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft. Die Bayern halten ständigen Kontakt zu Brenos Anwalt und hoffen auf eine Lösung in „nicht allzu ferner Zukunft“ (Rummenigge).