Basketball

Lakers stoppen Siegesserie von Nowitzkis Mavericks

Ohne große Unterstützung kann auch Nowitzki die Dallas Mavericks nicht immer retten. Nach fünf Siegen hat es die Texaner bei den Lakers erwischt.

Der Höhenflug von Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks ist nach fünf Siegen in Serie gestoppt. Der NBA-Titelverteidiger verlor am Montag (Ortszeit) in letzter Sekunde bei den Los Angeles Lakers 70:73 (35:39). Damit verspielten die Mavs vor 18 897 Zuschauern im Staples Center von L.A. den möglichen dritten Auswärtssieg. Derek Fisher sorgte drei Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zugunsten der Lakers für die Entscheidung in dem Last-Minute-Krimi.

„Man muss Derek Anerkennung zollen. Es war eigentlich ein unmöglicher Schuss von ihm“, meinte Nowitzki nach dem Ende mit Schrecken. „Aber genau das ist es, was er macht und kann: Ihm gelingen Siegpunkte.“ Nowitzki war mit 21 Punkten bester Werfer bei Dallas und steuerte noch sieben Rebounds bei. Aber mit einer Durchschnittsquote von 17,7 Zählern und 5,2 Rebounds pro Match ist er dennoch so schwach wie seit über zehn Jahren nicht mehr gestartet.

„Einerseits war ich am Anfang noch nicht bei hundert Prozent. Andererseits spielen wir einen Basketball, bei dem es nicht um die Statistik von Einzelnen geht“, zog Nowitzki in einem Interview mit dem Internetanbieter „spox.com“ eine erste Zwischenbilanz nach dem holprigen Start mit 8:6 Siegen. „Wir zeigten schon letztes Jahr, dass wir ausgeglichen und unberechenbar sind und so erfolgreich sein können.“ Jetzt sei das Team fitter als am Anfang. „Die nächsten Spiele werden zeigen, wie weit wir wirklich sind.“

Wie zuversichtlich Deutschlands Sportler des Jahres wirklich ist, drückte er im Nachsatz aus. „Ich habe von Anfang an gedacht, dass wir wieder um den Titel mitspielen. Panik gab es nie. Seit zehn, elf Spielen haben wir aber einen großen Schritt nach vorne gemacht.“ Vor allem die Verteidigung habe sich stark verbessert. „Das war letztes Jahr unser Schlüssel.“

Mavs-Headcoach Rick Carlisle ärgerte sich besonders über die taktische Fehlentscheidung: „Wir haben erwartet, dass Kobe Bryant den Pass zu Fisher macht. Wir wollten Kobe vorher den Ball abjagen, aber kamen nicht rechtzeitig.“ Bryant (14) blieb als bisher saisonbester NBA-Korbjäger mit einem Schnitt von 32 Punkten pro Spiel weit unter seinen Möglichkeiten. Dafür sprang Center Andrew Bynum mit 17 Punkten und 15 Rebounds ein.

Trotzdem hätte sich Dallas noch in die Verlängerung retten können. Aber Neuzugang Vince Carter (6) vergab mit der Schlusssirene den möglichen Dreier zum Remis deutlich. Auch von den übrigen Stars fehlte die große Unterstützung für den 2,13-Riesen Nowitzki. Ex-Laker Lamar Odom erhielt bei der Rückkehr nach L.A. einen warmen Empfang. Er benötigte aber für seine zehn Punkte zwölf Versuche aus dem Feld.

Ian Mahinmi (10 Rebounds/9 Punkte) glänzte. Aber Jason Kidd (3) traf keinen seiner acht Dreier und konnte zusammen mit Vince Carter (6), Shawn Marion (7) und Jason Terry (7) lediglich neun der insgesamt 35 Würfe im Korb unterbringen. Nach der Partie am Mittwoch bei den Los Angeles Clippers (7:3 Siege) geht der Auswärtstrip der Mavs weiter zu Utah Jazz und nach New Orleans zum Duell der deutschen Nationalspieler zwischen Nowitzki und Chris Kaman.