"Auszeit"

Felix Magath erliegt seiner Kaufsucht

Der Wolfsburger Fußballtrainer kann es nicht lassen und verpflichtet mit Linksverteidiger Ricardo Rodriguez Spieler Nummer acht.

Aus einer Laune heraus haben wir uns im Internet mal auf die Spuren des Begriffs "Luxus" gemacht. Wir sind da auf ein Wohnmobil gestoßen, das wie eine Kreuzung aus Schnellzug und Hubschrauberlandeplatz wirkt. Egal, Luxus kennt keine Geschmacksgrenzen, immerhin hat die Herberge auf Rädern laut Hersteller eine "biomorphe Formsprache" aufzuweisen. Preis? Ab 2,17 Millionen Euro.

Etwas billiger, aber auch Geschmackssache, ist da der teuerste Kaffee der Welt zu haben. Zibetkatzen werden auf Inseln in Indonesien dazu genötigt, Kaffeebohnen der Sorte Kopi Luwak zu verspeisen und, pardon, irgendwann wieder auszuscheiden. Die Viecher können die Bohnen nicht verdauen, weswegen die erst vom Ködel getrennt werden und dann, schwuppdiwupp, in die Rösterei gehen. Wie gesagt, reine Geschmackssache. Preis: rund fünf Euro pro Tasse.

Luxus vor Dekadenz

Im Internet, wo wir ja ursprünglich herkommen, reiht sich der Begriff "Luxus" vor "Dekadenz" ein und endet irgendwann in "Entartung". Das wiederum ist ein in der medizinischen Wissenschaft gebräuchlicher Oberbegriff für Abweichungen von der Norm, weswegen wir bei Felix Magath landen müssen.

Ein pathologischer Fall, Diagnose: Kaufsucht. Acht Spieler hat er in der Winterpause erworben, der neunte soll bald folgen. Während seiner Wolfsburger Zeiten, die sich ja in die Phasen vor und nach dem ebenso hemmungslosen Kaufrausch auf Schalke aufteilen, wurden also insgesamt 68 Profis geholt. Preis: verdammt happig. Dafür spart Magath beim Kaffee. Kopi Luwak aus dem Darm der Zibetkatze kommt ihm nicht in die Tasse. Er ist Teetrinker.